Der Luftfeldpostdienst des Deutschen Reiches während des zweiten Weltkrieges 1942-1945 - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Der Luftfeldpostdienst des Deutschen Reiches während des zweiten Weltkrieges 1942-1945

Heft 32

- von Konrad Fischer, Schwedt

Als der Luftfeldpostdienst Osten im April 1942 seinen Dienst aufnahm, geschah dies erstrangig zur Linderung der katastrophalen Postversorgungslage. Erstmalig wurde hier ein kontingentierter Luftpostdienst eingeführt, der praktisch durch die Anzahl ausgegebener Zulassungsmarken gesteuert wurde. Im folgenden Kriegsverlauf, welcher von militärischen Rückschlägen und Frontzusammenbrüchen gekennzeichnet war, konnte nur unter verlustreichen und schwierigen Einsätzen eine begrenzte und unregelmäßige Postversorgung mit Flugzeugen aufrecht erhalten werden.


Luftfeldpostbrief vom 05.1.1943 mit der gezähnten Zulassungsmarke (Mi-Nr. 1 A) im Verkehr Front-Heimat



Luftfeldpostbrief vom 02.08.1943 mit jetzt geforderten 2 Marken (2x Mi-Nr. 1 A) Front-Heimat.


Die Soldaten erhielten von April 1942 bis April 1943 monatlich je 4, ab Mai 1943 je 8 Zulassungsmarken zugeteilt, wovon die Hälfte für die Angehörigen zuhause und deren Rücksendung an die Front bestimmt war. Auf jede Karte oder jeden Brief musste eine, ab 1. Juni 1943 zwei Zulassungsmarken geklebt werden.

Luftfeldpost-Zulassungsmarken mit dem Aufdruck "INSELPOST"


Durch die Rückeroberung des griechischen Festlandes durch die alliierten Streitkräfte waren die auf Kreta und den Ägäischen Inseln liegenden deutschen Truppen ab Oktober 1944 ihres Versorgungsweges über See abgeschnitten. Die Versorgung mit Post und Kriegsgütern konnte nur noch auf dem Luftwege erfolgen, was eine erhebliche Einschränkung des Feldpostverkehrs zur Folge hatte. Der zuständige Armeefeldpostmeister hatte für den ganzen Raum angeordnet, dass nur noch Briefe mit Feldpostmarken, die mit dem Aufdruck "Inselpost" versehen waren, befördert werden durften.


Luftfeldpostbrief vom 06.11.1944 mit INSELPOST-Zulassungsmarke mit rotem,
waagerechtem Lokalaufdruck von Kreta zwischen den Zierleiste (Mi-Nr. 7 A)



Luftfeldpostbrief vom 15.12.1944 mit INSELPOST-Zulassungsmarke mit feinem,
waagerechten Lokalaufdruck von Rhodos in schwarzer Farbe (Mi-Nr. 8 BI)


Die Leitung der Inselpostbriefe erfolgte über das Luftgaupostamt Wien, das als Zusatz zur Feldpostnummer angegeben werden musste.


Luftfeldpostbrief vom 16.1.1945 mit INSELPOST-Zulassungsmarke für Feldpostpäckchen
mit blauem, diagonalem Lokalaufdruck von Leros (Agramer Aufdruck), Mi-Nr.: 10bI



Luftfeldpostbrief vom 26.3.1945 mit INSELPOST-Zulassungsmarke mit
schwarzblau-violettem Handrollstempel von Leros (Mi-Nr. 11 BaIV)


Literatur:

  • Michel-Deutschland-Spezial-Katalog Band 1 2007


 
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