Jahreshauptversammlung des Schwedter Briefmarkensammlervereins e.V. - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Jahreshauptversammlung des Schwedter Briefmarkensammlervereins e.V.

2010

Tagesordnung:
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Jahresberichte des Vorstandes und Bericht der Kassenprüfer
3. Aussprache zu den Berichten
4. Entlastung und Bestätigung des Vorstandes
5. Schlussbemerkungen des Vorsitzenden

Jahresbericht des Vorstandes für das Jahr 2009

Liebe Vereinsfreunde,

Das Jahr 2009 war für unseren Schwedter Briefmarken-Sammlerverein wieder ein ereignisreiches Jahr – mit dem negativen Höhepunkt der ausgefallenen Ausstellung SCHWEDT´09. Denken wir an unser Erschrecken, als wir am Morgen des 4. Oktober von der Polizei am Betreten unseres Vereinslokals gehindert wurden und erst dann die durch den nächtlichen Brand geborstenen Scheiben bemerkten. Glücklicherweise war unser Raum nicht so sehr in Mitleidenschaft geraten, so dass wir bereits Anfang November wieder tagen konnten – unsere wenig später geplante Schau musste jedoch ausfallen.
Es muss auch ausdrücklich unserer Stadtverwaltung gedankt werden, die alles daran setzt, den “Kosmonaut“ wieder renovieren zu lassen und ihn als Mehrzweckgebäude für die zahlreichen Vereine und das Jugendtheater “Stolperdraht“ der Stadt zu erhalten.

Es gibt jedoch auch viel positives zu berichten:
Als Erstes und Wichtigstes unseres Vereinslebens waren die 19 stattgefundenen Tausch-Vormittage, die wieder von durchschnittlich 20 Freunden besucht wurden. (Für die Statistiker: 380 Teilnehmer sind bei 19 Treffs im Durchschnitt genau 20)
Dabei ragt der Vortrag des letzten Ministers für das Post- und Fernmeldewesen der DDR Herrn Hans-Jürgen Niehof heraus, der uns noch einmal den Übergang von der Deutschen Post der DDR zur Deutschen Bundespost vergegenwärtigte und an die Zeit der Deutschen Wiedervereinigung erinnerte.
Aber auch unsere traditionellen Spielabende fanden wieder ihre Interessenten, und schließlich zeugen auch 16 Teilnehmer an unserer Berlinfahrt mit der Bahn zur Internationalen Briefmarkenmesse von einem aktiven Vereinsleben.

Die Veranstaltung mit dem größten Aufwand war die Briefmarkenschau anlässlich des 775. Jahrestages von Prenzlau und der am 16. Mai im dortigen Dominikanerkloster von uns ausgerichtete 19. Landesverbandstag der Philatelisten Brandenburgs. In Vorbereitung dieser beiden Veranstaltungen waren neben den “Schreibtischarbeiten“, zahlreichen Telefonaten und E-Mails auch mehrere Fahrten nach Prenzlau erforderlich und der Auf- und Abbau der Ausstellung samt erforderlichem Rahmentransport war nur durch eine wieder sehr gute Einsatzbereitschaft aller Beteiligten möglich. Stellvertretend für alle möchte ich Friedrich Schmidt, der seine ganze Familie mit eingesetzt hatte, und Siegfried Bruntsch, der den Transport organisiert hatte, nennen und Danke sagen.
Der Landesverbandstag selbst wurde zugleich zu einem Jahreshöhepunkt der Philatelisten Brandenburgs, der nicht nur einer der bestbesuchten der letzten Jahre war, sondern wegen seines Rahmenprogramms - ich erinnere nur an den Mönch und seine kurzweiligen Erläuterungen zur Geschichte des Dominikanerklosters – mit der viel beachteten Ausstellung über Prenzlaus Postgeschichte und den beiden Sonderstempeln im Gedächtnis bleiben wird.

Daneben beteiligten sich auch wieder einige unserer Mitglieder an außerhalb stattfindenden Veranstaltungen, wie

  • am Februar-Seminar in Wildau zum Thema "Ansichtskarten sammeln und ausstellen" in Verbindung mit einer Jurorenschulung, das unter maßgeblicher Mitarbeit unseres Vereinsmitglieds W. Ehrhardt durchgeführt wurde,

  • am Seminar im Jagdschloss Alt-Glienicke zu den Ganzsachen des Sammelgebietes Berlin 1948-1990 und zur Postgeschichte Berlin-Staaken,

  • an der Festveranstaltung zum Tag der Briefmarke am 17.10. in Seelow.


Noch einige Bemerkungen zum bedauerlichen Ausfall unserer geplanten Briefmarkenschau am 14. und 15. November infolge der Brandstiftung, der das gesamte Foyer sowie den Saal mit der gesamten Technik und dem komplettem Gestühl zum Opfer fiel: Das die meisten Exponate und ein kleiner Katalog schon bereit lagen, war nicht so tragisch – aber das der Sonderstempel mit dem Jüdischen Ritualbad und die Belege schon fertig waren, bereitete uns doch einiges Kopfzerbrechen. Da half uns Frau Grodon vom Museum, die uns schon bei der Motivwahl für den Stempel behilflich war, mit ihrem Team und öffnete an beiden Tagen die Mikwe zur Besichtigung – was auch rechtzeitig in der Presse veröffentlicht wurde - und stellte uns einen Raum im Gartenhaus für unseren Belege-Verkauf zur Verfügung. Dadurch konnten wir zumindest einen Teil der Ausgaben kompensieren.

Auch im Jahre 2009 konnten wieder einige unserer Mitglieder ausgezeichnet werden. Die Ehrungen wurden diesmal während des Landesverbandstag von unserem “Landesvater“ Dr. Klaus-Dieter Schult vorgenommen:

Konrad Fischer erhielt für seine um den Landesverband erworbenen Verdienste die selten vergebene Ehrennadel des BDPh in Vermeil
Dr. Marlene Bohm und Heiko Hirsch erhielten die Ehrennadel des Landesverbandes in Silber
Brigitte Neteck, Peter Huckauf und Andrzej Komorowski erhielten die Ehrennadel des Landesverbandes in Bronze
Siegfried Bruntsch konnte für seine 50-jährige BDPh-Mitgliedschaft geehrt werden.

Allen Ausgezeichneten unser Glückwunsch!

Zur Mitgliederbewegung und -struktur:

Per 01.01.2010 gehören dem Schwedter Briefmarkensammlerverein e.V. 65 Mitglieder an. Im 2009 gab es durch einen Austritt und einen Todesfall 2 Abgänge. Neuzugänge konnten wir leider nicht verzeichnen.
Zu unserem Verein gehören:

5 Frauen
7 Mitglieder der Gruppe Angermünde,
3 Mitglieder der Gruppe Prenzlau
2 Mitglieder der Gruppe Templin
4 Mitglieder aus Polen sowie
9 Einzelmitglieder aus Dresden, Gotha, Groß-Ziethen, Halle/Saale, Lenningen,
Lichterfelde, Leverkusen, Passow, Plau am See und Tönning.

Zu den Partnerschaftsbeziehungen:

Partnerschaftsbeziehungen bestehen
seit 1987 Plock,
seit 1991 zu Leverkusen,
seit 1992 zu Gryfino (Greifenhagen) und
seit 1994 zu Poznan.

Während die polnischen Freunde aus Greifenhagen noch relativ häufig unsere Gäste sind und auch hin und wieder Gegenbesuche stattfinden, läuft die Zusammenarbeit mit den übrigen Vereinen vorwiegend über die Vorstände und durch persönliche Kontakte. Aufgrund der großen Entfernung beispielsweise nach Leverkusen bleiben Begegnungen im allgemeinen auf wenige Jahreshöhepunkte, wie es Ausstellungen sind, beschränkt.
Im Jahr 2009, wo aus allen 4 Vereinen Teilnahmezusagen vorlagen, mussten diese Treffen ja wegen des Brandes im „Kosmonaut“ leider ausfallen.
Wir planen jedoch in diesem Jahr alles nachzuholen, wenn wir anlässlich des Brandenburg-Tages am 4. und 5. September 2010 unsere „SCHWEDT-2010“ ausrichten – die schon abgesichert und auch im Veranstaltungsprogramm der Stadt Schwedt aufgenommen ist und im Podium der Uckermärkischen Bühnen stattfindet.

Zu den Vereinsmitteilungen:

Wenn auch das Dezember-Heft 2009, das inzwischen 32., erst Anfang des neuen Jahres geliefert wurde (obwohl die Vorlage diesmal besonders früh fertig war), versicherte uns die Firma "bie-dro KG" in Bielefeld, die Hefte weiterhin kostenlos für uns anzufertigen. Dafür unser herzlichster Dank!
Zur inhaltlichen Seite wurde in den vergangenen Jahren alles gesagt: die Ausstrahlungskraft hängt einzig und allein von einer breiten Mitarbeit unserer Vereinsmitglieder ab – und (fast) jeder sollte die in der Lage sein, interessante Beiträge zu liefern. Die Philatelie ist ein bildendes Hobby, und die Schriftleitung hat sich von Anfang an bemüht, diesem Anliegen gerecht zu werden.

Zu den Service-Leistungen:

   Im Jahr 2009 haben sich unsere Angebote nicht verändert. Hinzugekommen sind lediglich der aktuelle Michel-Deutschland-spezial-, der Deutschland-Ganzsachen-Katalog und von Europa die Bände 1, 5, 6 und 7. Die Aktualisierung erfolgt wie gehabt jährlich.
   Hin- und wieder äußern einige Mitglieder den Wunsch, doch noch den einen oder anderen Überseekatalog anzuschaffen – doch sind wir im Vorstand der Meinung, aus Kostengründen auf solche Kataloge zu verzichten, die nur sporadisch und auch nur von Wenigen benötigt werden. 

Es muss leider zum wiederholten Male darauf hingewiesen werden, dass Jeder seine ausgeliehenen Kataloge beim nächsten Tauschtag wieder mitbringt, damit sie auch ständig allen Vereinsfreunden zur Verfügung stehen.

   Die jährlich stattfindende Fahrt zu einem Philatelie-Event auf Vereinskosten ist zu einer schönen Tradition geworden und wird, wie die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre belegen, auch gern genutzt.
   kostenfrei erhält Jeder den "Brandenburger Boten“ und unser Vereinsheft (über den Hausbriefkasten bzw. die außerhalb wohnenden Mitglieder per Post) zugestellt.

Auch wenn dies alles selbstverständlich ist, sollte doch auch all denen gedankt werden, die daran beteiligt sind.

Zum Ausstellungswesen

Rein Zahlenmäßig war die Beteiligung unserer Sammlerfreunde an Ausstellungen noch nie so gering wie im vergangenen Jahr.
Es muss aber erinnert werden, dass unsere Ausstellung kurzfristig ausgefallen ist.
Außerdem hatten wir im Mai die Ausstellung in Prenzlau, die viel Aufwand und Arbeit erforderte – uns aber auch wieder neue Freunde gebracht hat.

Die Aussteller 2009

Rang-3-Ausstellungen

Jubiläumsausstellung des VBBS 100 Bremen, 18.-19.4.2009

Reuter, Maximilian

Estlands Post

Vermeil

Ein-Rahmen-Wettbewerbe

BM-Ausstellung Schwarzenberg, 3.-4.10.2009

Ihmann, Karl Heinz

Heuss-Medaillons

Rubin

Briefmarkenschau

5. BM-Ausstellung Prenzlau, 16.5.-26.6.2009

Alt, Siegfried

Pflanzen helfen heilen

Ehrhardt, Wolfgang

Die Post des Nordkurier Neubrandenburg

Ehrhardt, Wolfgang

PEP Prenzlau

Hallmann, Lutz

Die Postagenturen der Uckermark

Schmidt, Friedrich

Aus der PG von Prenzlau, Teil 1 – Vorphila - Preußen

Schmidt, Friedrich

Aus der PG von Prenzlau, Teil 2, NPD und Deutsche Reichspost

Schmidt, Friedrich

Aus der PG von Prenzlau, Teil 3, Die Weimarer Republik und das “Tausendjährige Reich“

Schmidt, Friedrich

Aus der PG von Prenzlau, Teil 4, Die Post in der DDR

Schmidt, Friedrich

Die Landpoststempel der DDR im Kreis Prenzlau

Schmidt, Joachim

Die Hand in der Philatelie

zu TOP 3 - Aussprache zu den Berichten/Diskussion

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Problematik um unser Vereinslokal, das nach dem Brandschaden noch renoviert werden muss und wir uns eventuell im Laufe des Jahres einige Zeit nach einem Ersatzlokal umsehen müssen – wozu W. Ehrhardt sich bereits bemüht hat und das Museum in Aussicht stellt. Grundsätzlich sind wir einhellig der Meinung, dass wir der Stadtverwaltung für ihre Zusage, das Freizeitzentrum “Kos-monaut“ zu erhalten, dankbar sein müssen – denn welche Stadt hat schon Vergleich-bares zu bieten?!
G. Heinze gab bekannt, dass H. Engemann aus Alters- und Gesundheitsgründen seine Funktion als Kulturbundvorsitzender aufgibt und für ihn Herr Armin Körner antritt. Aus unserem Kreis wird für die Neuwahl ein Kandidat gesucht.
S. Bruntsch stimmte dem Rechenschaftsbericht zu und forderte alle Anwesenden zum Dank an den Vorstand auf, denn „alle haben Vorteile vom Verein“
W. Schleicher: gab bekannt, dass die vereinsinterne Börse einen Umsatz von 61,40 € erbrachte. Es wies darauf hin, die Einlieferungen ordentlich aufzulisten und mit Nettopreisen zu versehen; auch die Michel-Nr. und –Preis mit anzugeben. Am besten geeignet sind schwarze Einsteckkarten.
G. Klahre: Zu dem Ein-Rahmenwettbewerb gibt es neue Richtlinien, die schwer verständlich sind.
W. Ehrhardt erläuterte kurz die auf dem FIP-Kongress 2008 in Bukarest beschlossenen Neuregelungen und sagte zu, dies den Interessenten nochmals genau zu erläutern.
K. Fischer nannte Beispiele für beide Möglichkeiten der Ein-Rahmen-Exponate
U. Grimm begrüßte die vom BDPh getroffenen Festlegungen hinsichtlich des Ein-Rahmenwettbewerbes

zu TOP 4 – Entlastung/Bestätigung des Vorstandes

Die Berichte des Vorstandes fanden die Zustimmung aller 32 anwesenden Vereinsmitglieder, die den Vorstandsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit dankten.
Gleichfalls wurde dem Vorstand mit den Freunden Wolfgang Ehrhardt, Konrad Fischer, Eckhard Baumunk und Winfried Schleicher das Vertrauen für die Zukunft ausgesprochen. 

Zusammenfassung und Ausblick auf das Jahr 2010

W. Ehrhardt dankte allen Vereinsmitgliedern für ihr bekundetes Vertrauen und sagte, dass der Verein nur so gut ist wie seine Mitglieder und erinnerte an die stets starke Beteiligung an all unseren Veranstaltungen, angefangen von den durchschnittlich 20 Teilnehmern an den sonntäglichen Treffen, über die Beteiligung an Fahrten nach Berlin und zu den Seminaren bis zu der immer wieder imponierenden Mitarbeit Aller an unseren Ausstellungen.
Dies alles und natürlich auch unsere Vereinshefte und Veröffentlichungen in der Presse und im Internet haben dazu geführt, dass unser Schwedter Briefmarken-Sammlerverein von der Öffentlichkeit unserer Stadt und darüber hinaus wahrgenommen wird.
So stehen auch wieder Aufgaben und Termine vor uns, die es zu bewältigen gilt, wie:

  •    Frühjahrsseminar in Wildau am 20, Februar

  •    Gemeinsames Seminar mit den Berliner Freunden am 24. April in Glienicke

  •    Brandenburgtag und unsere Ausstellung SCHWEDT´10 im Podium der UBS

  •    111. Philatelistentag in Suhl

  •    BRANDENBURGIA-2010 in Frankfurt

  •    Spiel- und Vereinsabende

  •    Die Vereinshefte 33 und 34 im Juni und Dezember dieses Jahres.




 
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