Verdienstvolles Vereinsmitglied vorgestellt: - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Verdienstvolles Vereinsmitglied vorgestellt:

2011

Winfried Schleicher

Schon im Vorschulalter hatte Winfried den ersten Kontakt zur " Wunderwelt Briefmarke“, als er bei Abwesenheit der Mutter ungestört in Schränken und Schubläden herumstöberte und dabei die Briefmarkensammlung seines Vaters entdeckte. Sofort faszinierten ihn die fein säuberlich in Alben oder Schulhefte eingeklebten Marken aus Deutschland und aller Welt. Weil er aber noch zu klein für die “wertvollen Marken“ war, durfte es vorerst nur die auf der ankommenden Post befindlichen ausschneiden und sammeln.

Erst als Anfang der 50er Jahre das Sammeln von Briefmarken und Kleinmünzen unter seinen Schulfreunden immer beliebter wurde, erwachte sein Interesse wieder. Dabei waren damals alle Marken mit dem Hakenkreuz und dem Abbild des "Führers" ein Tabu und deren Besitz konnte falsch ausgelegt werden und zu persönlichen Problemen führen. So wurden dann die Marken nach der Begehrlichkeit des Abbildes oder
anderer Kinderfreuden getauscht.

Der Erwerb von postfrischen Marken am Postschalter war auf Grund fehlenden Taschengeldes vorerst nicht möglich. Mit Beginn seiner Lehrzeit in Leuna kam Winfried dann 1956 in Kontakt mit Gleichgesinnten und zum organisierten Sammeln. Der Sammlerausweis ermöglichte ihm nun auch die DDR-Marken komplett zu beziehen. Bald folgten Kontakte zu Jugendlichen in Ungarn und der Sowjetunion, mit denen er viele Jahre lang, auch während seiner Armeezeit, einen regelmäßigen Frankaturtausch betrieb und so zu umfangreichen Sammlungen beider Länder kam. Hat er inzwischen auch Ungarn aufgegeben, blieb jedoch die Sowjetunion neben Deutschland bis heute sein Hauptsammelgebiet. Als er im Jahre 1968 nach Schwedt kam, fand er auch schnell zur hiesigen Arge Philatelie im Kulturbund der DDR.

Infolge der deutschen Wiedervereinigung musste er arbeitsbedingt eine philatelistische Auszeit nehmen. Nach seiner Rückkehr wurde er dann Mitglied des BDPh und unseres Schwedter Briefmarken-Sammlervereins, wo er durch sein aktives und kommunikatives Wirken schon bald in den Vorstand berufen wurde. Er selbst sagt: “Das BriefmarkensammeIn ist meine lebenslange Leidenschaft geblieben, begrenzt von den finanziellen Möglichkeiten und der veränderten Sicht der Dinge. Wurden die Marken früher als Wertanlage betrachtet, so steht heute das Forschen und Gestalten neben der Freude am Hobby im Vordergrund. Einzig der fehlende Nachwuchs bereitet große Sorge.“


 
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