20. Landesverbandstag der Philatelisten Brandenburgs e.V. - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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20. Landesverbandstag der Philatelisten Brandenburgs e.V.

2011

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens ihres “Briefmarken-Sammlervereins 1911 e.V.“ fand der diesjährige Landesverbandstag in Guben statt. Vom 2. März bis 22. Mai läuft dazu auch im Stadt- und Industriemuseum Gubens die Sonderausstellung “Vielfalt der Philatelie. Für die Tagung schufen die Sammlerfreunde um ihren Vorsitzenden Rainer Laube optimale Bedingungen, was von einem ausgelegten Exponat zu Gubens Heimatgeschichte wirkungsvoll umrahmt wurde.
Der 20. Landesverbandstag war der erste nach einer zweijährigen Arbeitsperiode, wie sie 2008 beschlossen wurde. Und der Vorsitzende Dr. Klaus D. Schult konnte zu Beginn seines Berichtes feststellen, dass sich schon jetzt dieser Zweijahresrhythmus bewährt hat, denn er brachte neben der Zeitersparnis für den Vorstand eine ganz beachtliche finanzielle Einsparung – und das auch für die einzelnen Vereine, für die damit zumindest die Fahrtkosten zu einer Veranstaltung weggefallen sind.

Neben den Ehrengästen Frau Helma Jansen als Vertreterin des BDPh-Vorstandes, den Berliner Freunden Frank Walter, Peter Süss, Jürgen Waldow und den Ehrenmitgliedern unseres LV Harald Winkler und Herrn Niehof waren zahlreiche Mitglieder aus 17 der 24 Brandenburger Vereine nach Guben gekommen.
Dr. Schult konnte eine positive Bilanz philatelistischer Arbeit in den Mitgliedsvereinen und im LV ziehen. So sei es im Berichtszeitraum gelungen, allen an der Philatelie Interessierten der Region Berlin-Brandenburg ein vielvielfältiges Angebot rund um die Briefmarke zu präsentieren. 

Frau Jansen übergibt hier Herrn Laube
ein Gastgeschenk des BDPh


Den Berichten folgte eine lebhafte Diskussion, in der es vor allem um Fragen der Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinen und um den vom LV-Vorstand eingebrachten Antrag ging, bis zum Jahre 2015 die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss mit dem Verband Berliner Philatelisten-Vereine zu schaffen. Letzterem Vorhaben wurde bei einer Stimmenthaltung deutlich zugestimmt.
Die anstehende Wahl erfolgte in offener Abstimmung und bestätigte einstimmig den neuen Vorstand:

Dr. Klaus D. Schult als LV-Vorsitzenden, Klaus-Peter Wasmund und Thomas Pescht als Stellvertreter und Reinhard Pohland als Geschäftsführer. Einen Wechsel gab es in der Besetzung der Funktion des Schatzmeisters. Diese Aufgabe wird künftig Thomas Dräger aus Seelow über-nehmen. Peter Liebe wurde für seine jahrelange ausgezeichnete Tätigkeit gedankt und mit der Ehrennadel des Landesverbandes in Gold ausgezeichnet.

Ein besonderes Dankeschön und die Auszeichnung mit der Ehren-Urkunde des BDPh in Silber ging auch an Wolfgang Ehrhardt, der die Fachstelle “Ausstellungs- u. Jurywesen“ bis zum Jahresende an Klaus-Dieter Edlinger übergeben, aber als Beisitzer auch weiterhin dem Vorstand angehören wird.
Die “alten Neuen“
Dr. Klaus D. Schult und Reinhard Pohland



Der Landesverband hatte wieder einen Sonderstempel und einen Plusbrief vorbereitet,


Das Motiv, ein Porträt von Corona Schröter, für den Sonderstempel, den Zudruck des Plusbriefes und einer vom privaten Postdienstleister RVV ausgegebenen Sonderbriefmarke in einer Auflage von 1751 Stück (dem Geburtsjahr der Geehrten) wurde auf Initiative von Herrn Andreas Peter vom “Niederlausitzer Verlag Guben“ ausgewählt.
Herr Peter hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geehrte, nach der einst sogar eine Schule benannt war, den Gubener Einwohnern wieder nahe zu bringen und ein ehemals vor dem Stadttheater gestandenes Denkmal wieder zu errichten.
Diesem Ziel wird auch der Verkaufserlös der Marken gespendet und unser Vorstand entschloss sich spontan dafür, von jedem verkauften Plusbrief 50 Cent dafür abzuführen.

Die am 14. Januar 1751 in Guben geborene Corona Schröters war die Tochter eines Musikers, die nach dem Umzug der Familie nach Leipzig eine Ausbildung als Sängerin erhielt. Dabei lernt sie auch den jungen Johann Wolfgang von Goethe kennen, der sofort von ihr beeindruckt war und auf dessen Empfehlung sie 1776 Hofvokalistin und Kammersängerin in Weimar wurde. Sie wurde, auch schauspielerisch begabt, der Mittelpunkt von Goethes Liebhabertheater, unter anderem war sie die erste Darstellerin der Iphigenie. In Weimar besuchte sie auch die von Goethe geförderte Fürstliche freie Zeichenschule. Ab 1788 zog sie sich immer mehr vom höfischen Leben zurück, bis sie 1802 im Sächsischen Hof in Ilmanau an Tuberkulose verstarb.
Das Grab der “Schröterin“ ist im historischen Bereich des Ilmenauer Friedhofes zu besichtigen. Zum Gedenken sie ist heute eine Straße in der Südstadt von Ilmenau nach ihr benannt.

Aus unserem Schwedter BSV hatten sich Wolfgang Ehrhardt mit Siegfried Bruntsch und Harry Lüdtke mit dem PKW auf den rund 200 km langen Weg nach Guben gemacht. Bei schönem Wetter war es eine angenehme Fahrt durch das uns nicht so gut bekannte südliche Brandenburg. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich das Land mit seinen schönen kleinen Städten und Dörfern seit der deutschen Wiedervereinigung positiv verändert hat. Allein die tollen Straßen können schon begeistern und machen das Autofahren zum Vergnügen.
So konnten die drei “Briefmarken-Reisenden“ unterwegs auch einen Abstecher nach Neuzelle machen und ganz entspannt des Kloster besichtigen.

Die Klosterkirche ist schon von außen ein sehr beeindruckender Bau aber die barocke Pracht im Inneren ist überwältigend. Man kann sich vorstellen, wie ehrfürchtig die einst zur Walfahrt gepilgerten Gläubigen vor dieser kirchlichen Pracht erstarrten.
Unsere drei kunstliebenden Sammlerfreunde hatten das Glück, gerade in die Kirche zu kommen, als ein Konzert mit Orgel und Chorgesang begann – nur konnten sie es wegen der langen Heimfahrt nur kurz genießen.

Leider verbot sich (wohl auch mit Rücksicht auf den Fahrer) auch der Genuss des Neuzeller Klosterbräus so dass der Durst mit einem Schluck aus der Wasserflasche gestillt werden musste.



 
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