Meine "Phila"-Reisen - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Meine "Phila"-Reisen

Heft 35

- von Heinz Ihmann

Unterkunft, Essen und Trinken sowie das Wetter sind bestens, was will ein Philatelist auf Reisen mehr?
Natürlich etwas für sein Hobby entdecken. So ergeht es mir jedenfalls, egal ob beim Urlaub in Deutschland oder bei Auslandsaufenthalten. Hier möchte ich einmal einige "gezähnte" Erinnerungen aus meinen zahlreichen Kanada- und Alaskareisen vorstellen. Da sind zunächst die Postdienste einzuordnen: Sehr unterschiedlich sind die Behandlung bzw. die Erfüllung von Sammlerwünschen. Der Bitte nach einer sauberen Abstemplung der Marken wird auf den meisten Postämtern/Postfilialen entsprochen - und traut sich dies ein Bediensteter einmal nicht zu, darf man auch schon Mal selbst stempeln. Meine Stempelerfolge dabei schwanken zwischen den Noten 1 bis 6; der Respekt vor dieser Tätigkeit der Postbediensteten wuchs dadurch enorm! Sind die Stempel angebracht, geht die Post ab, oft zur "Doppelstemplung", so wie es auch bei uns in Deutschland tagtäglich erfolgreich praktiziert wird. Hier machen auch die Philaschalter, z.B. in Edmonton, keine Ausnahme: Eine separate Beförderung sauber gestempelter Normalpost ist auch durch sie nicht gesichert, lediglich Großformate unterlaufen die Gefahr der zweiten Abstemplung.




Seit 2001 hat sich die kanadische Post auch für Sammler und ein Publikum, das man für das Sammeln gewinnen möchte, etwas einfallen lassen: die "Picture Postage". Man(n) konnte schon damals seine "Lieblingsfrau" auf die Marke bringen (was ich natürlich getan habe, wie zu sehen ist. Und dann geht es jedes Mal ab ins Belege-Eldorado: Egal ob in Calgary, Edmonton, Vancouver oder Anchorage, Händler mit "Wühlkisten" gibt es in allen größeren Städten. Zu Einheitspreisen, 50 Cent bis 1 Dollar kann darin so manche Überraschung schlummern. Vor allem ist der einheimische Markt vorhanden, jedoch auch "Übersee", d.h. unter anderem auch deutsche Belege, in die USA oder nach Kanada gelaufen, findet man bei geduldigem Suchen.




Dabei sind dann oft die Portostufen, die bei uns kaum aufzutreiben sind oder für die beträchtlich mehr zu bezahlen wäre. Selbstverständlich gibt es außer der "Kistenware" auch Teures, von der Klassik bis heute. Hier ist dann Handeln angesagt, es wird sogar erwartet. Es lohnt sich, meine Erfahrungen dazu sind positiv.

Auf den philatelistischen "Durststrecken" (Alaska Highway, Denali Park, Dempster Highway u.a.) erlebe ich dann wieder herrliche Landschaften, fremde Kulturen, begegne unkomplizierten Menschen.
Am Ende des Alaska Highway (8 km vor Fairbanks) ist das Santa Claus-Postamt in North Pole erwähnenswert. Den jährlich im Dezember wechselnden Sonderstempel kann man sich auch im Sommer noch (in Gegenwart des Nikolaus) aufs Kuvert geben lassen.

Zum Schluss meiner "Phila"-Reise ein paar "Schmankerl" aus den "Wühlkisten": 

Vorder- und Rückseite für
eine “Stille Versicherung“
für 2 Pakete, portorichtig
mit 3x Bund Mi.-Nr. 193
(= 3,-- DM) frankiert:

1,-- DM pro Paket plus
1,-- DM Versicherungs-
gebühr für einen Wert
über 150,-- DM.
(geprüft Schlegel)

Fundort: Edmonton


Die DDR-Mi.-Nr. 743 als Einzelfrankatur im Inland gelaufen, wertet nur 1.50 Mi.-€ - aber als Drucksache
nach Übersee, dazu noch mit einem Poststellen-II-Stempel mindestens das Zehnfache Netto!
Fundort Calgary

Gesuchte Portostufen der "Berühmten Deutschen",
erstanden in Anchorage und Edmonton


Selbst "Neuestes" nach Übersee gelaufen, ist aufgrund der Portostufen seltener als auf Inlandspost - und das kann man beim Händler oder auf Antikmärkten während seiner Reisen finden.


 
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