Andere Sammelgebiete: Zigarrenbauchbinden, Vitolas - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Andere Sammelgebiete: Zigarrenbauchbinden, Vitolas

Heft 35

- von Wolfgang Ehrhardt

So wie das Rauchen allgemein ist auch das Zigarren-Rauchen in unseren Breiten weit-gehend aus der Mode gekommen – und damit wurde auch aus dem einst verbreiteten Sammeln von Zigarrenbauchbinden eine Randgebiet, das heute nur noch von wenigen Enthusiasten betrieben wird. Der Legende nach soll um 1850 der niederländische Tabakhändler Gustav Bock seine aus Kuba importierten Zigarren mit einem weißen Papierring umklebt haben, um die Finger der Raucher zu schützen. Doch schnell zeigte sich, dass sich eine mit einem Ring gekennzeichnete Zigarre von einer anderen unterschied. Spätestens das war der Beginn, die Ringe, die in Kuba “Anillas“ und bei uns “Bauchbinden“ genannt werden, zu beschriften und farbig zu gestalten. In der Folge übertrafen sich die Hersteller mit in die Millionen gehenden verschiedenen Motiven auf ihren Ringen und noch jetzt gibt es Firmen, die mit laufend neuen Serien der unterschiedlichsten Themen die Sammler “beglücken“. 

Beispiele aus der Motiv-Vielfalt


Interessant ist, dass die Sammler die Zigarrenringe als “Vitolas“ bezeichnen, was eigentlich die spanische Bezeichnung der Zigarre ist, womit jedoch mehr ihre Form, Gestalt, ihre Fasson gemeint ist. So spricht man z.B. davon, dass die von Winston Chirchill gerauchten Havannas eine “imperiale Vitola“ war.

Auf der anderen Seite modellieren Firmen in Havanna ihre Zigarren in 996 verschiedenen hölzernen Vitolas.

Es gibt ungezählt verschiedene Formen und Arten der Zigarren, was sowohl an der Tabaksorte als auch an der Region und den historischen Gewohnheiten liegt. Und je nach Geschmack und Typ des Rauchers wird eben von der kleinen rundlichen “Robusto“ bis zum “Primissima“-Stinker alles geraucht.











Neben den Zigarrenringen werden auch die teils in aufwendigen Druckverfahren hergestellten werbewirksamen Etiketten der Zigarrenkisten gesammelt.

Bekanntlich war ja auch unser Schwedt lange Zeit ein Zentrum der Tabakindustrie und der Zigarrenherstellung. Hier erzählt man die Story, dass eine ansässige Firme ihre Produkte in Stettin auf Schiffe verlud und in Hamburg als Übersee-Importe wieder einführte...

(wwe, nach Internet-Recherche)


 
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