Das Treffen der Königinnen - 18 “Mauritius” in Berlin - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Das Treffen der Königinnen - 18 “Mauritius” in Berlin

2011

- von Dr.Hans-Werner Meiners

Vom 2. bis 25. September 2011 versammelten sich 18 Königinnen in Berlin. Allerdings nicht im Hotel Adlon oder einem anderen berühmten Hotel, sondern im Museum für Kommunikation, dem ehemaligen Reichspostmuseum. Noch nie seit ihrem ersten Erscheinen im Post Office von Mauritius am 21. September 1847 waren so viele an einem Ort wieder versammelt. In der berühmten Sammlung des Grafen Philipp la Renotiere von Ferrary waren gerade einmal 6 Marken der Blauen und der Roten Mauritius vereinigt. Heutzutage kann jeder Sammler oder jedes Museum sich glücklich schätzen, der mehr als eine dieser Marken in seinem Besitz hat.



Viel ist schon geschrieben worden zur Geschichte jeder einzelnen der noch existierenden 13 Roten Mauritius und 14 Blauen Mauritius. Auskunft darüber gibt auch der aufwendig gestaltete Ausstellungskatalog. Aber diese Versammlung einiger der bedeutendsten Exemplare und Belege der ersten Mauritius-Marken ist in der Geschichte schon einmalig.
Bereits Anfang August hatte ich mir online ein VIP-Ticket zum Besuch der Ausstellung reserviert. Dieses berechtigte zum zeitlich unbeschränkten Besuch des Ausstellungsraums. Eine weitere Einschränkung des normalen Tickets bestand darin, dass man zu einer bestimmten Zeit die Ausstellung der “Königinnen“ besichtigen musste.
Als ich dann am 10. September vor dem Museum ankam, erwartete mich die erste Überraschung. Meine Vermutung war, dass vor dem Museum bereits ein großer Andrang von Besuchern herrschen würde. Das war jedoch nicht so. Zu dem Zeitpunkt war mehr Museumspersonal als Besucher zu sehen. Dank der Online-Reservierung war der Erwerb des VIP-Tickets kein Problem. Man wurde dann sehr freundlich auf die Lage der Ausstellungsräume der Mauritius-Marken hingewiesen.

Der Ausstellungsraum der Mauritius-Marken war abgedunkelt, um die in säulenartigen Ausstellungsvitrinen ausgestellten Objekte besonders hervorzuheben. Neben den Marken und Belegen war auch ein Originalbogen der Blue Penny mit “SPECIMEN“- Aufdruck ausgestellt. Diese Marke diente bekanntlich als Vorlage für die Mauritius-Marken. Auch einige Abzüge der Original-Druckplatte sowie Nachdrucke der beiden Mauritius-Marken waren zu sehen.









Bemerkenswert war auch die Originalrechnung von Joseph Barnard für die Herstellung der Marken. Bei genauerer Betrachtung war die Ausgabe der ersten Mauritius-Marken für das General Post Office von Mauritius ein Verlust-Geschäft. Aus dem Verkauf aller Marken hätten maximal 6 Pfund 5 Shilling erlöst werden können. Die Rechnung wies aber 10 Pfund für die Gravur der Druckplatte und 10 Shilling für den Druck der tausend Marken aus.

In einem zusätzlichen Ausstellungsraum des Museums wurde die Geschichte einiger Mauritius-Marken und die Darstellung dieser in der Literatur (u.a. “Der Mann, der Sherlock Holmes war“) berichtet.

Besonders hervorgehoben war dabei die Geschichte des Reichspost-Tableaus mit zwei Mauritius-Marken nach dem zweiten Weltkrieg.
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Literatur: Die blaue Mauritius Das Treffen der Königinnen, Katalog zur Ausstellung Berlin 2011


 
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