112. Deutscher Philatelistentag 2011 in Wuppertal - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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112. Deutscher Philatelistentag 2011 in Wuppertal

2011

Als Vertreter unseres Landesverbandes nahm ich am ereignisreichen und danach viel und kontrovers diskutierten 112. Deutschen Philatelistentag in Wuppertal teil und möchte unseren Vereinsmitgliedern einen kurzen Erlebnisbericht geben.
Gemeinsam mit unserem LV-Vorsitzenden Dr. Klaus D. Schult ging es mit unserem “Chauffeur”, Peter Wasmund am Donnerstag, dem 1. September auf die rund 600 km lange Reise. In Wuppertals City quartierten wir uns unweit des Veranstaltungsortes, dem noblen InterCityHotel, in einem preiswerten Hotel ein – schließlich trugen wir die Unkosten selbst.
Bei herrlichem Spätsommerwetter unternahmen wir sogleich einen Stadtbummel und natürlich gehörte ein Fahrt mit der Schwebebahn dazu.

Anlässlich des Jubiläums “75 Jahre Tag der Briefmarke”, der zu den Höhepunkten der organisierten Philatelie zählt, stand der 112. Deutsche Philatelistentag vom 2. bis 4. September in Wuppertal ganz im Zeichen dieses Festes der Briefmarke.
Die Deutsche Post präsentierte wieder ein Sonderpostwertzeichen, mit dem sie die völkerverbindende Kommunikation der Philatelie unterstützen möchte. Die Marke stellt einen Brief dar, mit dem Werteindruck als Marke und der Inschrift in Form einer Anschrift mit dem Landesnamen an Stelle des Ortsnamens. Das Posthorn im Hintergrund symbolisiert die Tradition des Anlasses.



So begann der Freitag also wie erwartet mit dem Bericht des Präsidenten Dieter Hartig, den obligaten Grußworten, Ehrungen und zwei sehr interessanten Festvorträgen durch den Leiter der Arge Tag der Briefmarke Dr. Horst Schmollinger und dem Referatsleiter Philatelie der Deutschen Post Stefan Friedl jeweils aus ihrer Sicht zum Theme das Tages.
Daran schlossen sich die gemeinsam von Peter Fischer, Dr. Peter Tichatzky und Rainer Wysomirski geleitete Buchpräsentation neuer Schriften des Consiliums Philatelicum und eine Fragerunde bei Vertretern der Deutschen Post an.
Als weiterer Höhepunkt war ein “Abend der Begegnung” gedacht, an dem alte Sammler-freundschaften aufgefrischt und gefachsimpelt werden konnte. Leider hatten der Präsident und die Mitglieder des Consiliums es vorgezogen zu fehlen – und waren lieber einer Ein-ladung von Konsul Sieger gefolgt...
Am Samstag dann die, im Nachhinein viel diskutierte, spektakuläre Hauptversammlung. Zunächst verweigerten die südlichen Landesverbände dem bereits seit einem halben Jahr als Schatzmeister fungierenden Lars Böttger die Zustimmung, dessen vielleicht etwas unglücklich formulierte Sparmaßnahmen kritisiert wurden – zu denen es jedoch durch die sinkenden Mitgliederzahlen und geringere Stiftungsmittel keine Alternative gibt. Zum Eklat kam es dann bei der Abstimmung über die schon seit dem 110. Philatelistentag 2009 in Bad Sassendorf diskutierte Regelung, die Deutschen Philatelistentage nur noch aller zwei Jahre auszurichten. Aus meiner Sicht zählte das Argument der Einsparung bei einem Teil der Delegierten, mit dem BDPh-Präsidenten Dieter Hartig und dem neuen Präsidenten des Consilium Philatelicum Wolfgang Maassen an der Spitze, überhaupt nicht. Vielmehr verwiesen sie auf die lange, doch zu bewahrende Tradition und führten an, dass selbst während der Inflationszeit die Philatelistentage regelmäßig stattgefunden hätten. Ja, aber wer waren denn die damaligen Teilnehmer? Wieviele organisierte Sammler gab es?* und wie hoch mag der Anteil an Arbeitern gewesen sein?

Die Zeiten haben sich verändert! Aber ich habe das Gefühl, als wollten einige Begüterte in die Zeit zurück, da die Philatelie eine elitäre Angelegenheit einiger Weniger war. Dabei sollten doch gerade die “Macher” und die von den Sammlern lebenden Händler die große Menge der “Normalsammler” im Auge behalten.
Wenn man aus den Vereinen immer wieder die Klage hört, die Verbandszeitschrift “philatelie” biete dem normalen Briefmarkensammler zu wenig, muß dem zugestimmt werden! Wer zum Beispiel Informationen zu neuen Sonderstempeln sucht, muß sich zusätzlich eine weitere Fachzeitschrift kaufen. Dabei gibt es die Infos von der Post kostenlos und es wäre genügend Platz in der “philatelie” – aber es zählt eben nur der Gewinn! Allein die letzte Nummer 414 nutzt bei einem Umfang von 100 Seiten 37 ganze Seiten für Annoncen! Nur wer kann daran etwas ändern??

Die Brandenburger “Delegation”


Auch ein großzügig anmutendes Angebot von Herrn Maassen, den 113. Philatelistentag zur Iphil@ in Mainz kostenlos durchzuführen, war nur die halbe Wahrheit, denn er bot lediglich den ohnehin gemieteten Rathaus-Saal für die Hauptversammlung an.
Schließlich stimmte die vom Verwaltungsratvorsitzenden Dr. Eckhard Bergmann geleitete Versammlung mehrheit-lich dem zweijährigen Turnus zu.
Wenn der Präsident davon sprach, das Image des PDPh in der Öffentlichkeit zu verbessern, frage ich mich, wie er selbst und dieser Philatelistentag dazu beigetragen hat. Es sollte mehr auf die Basis, die kleinen Sammler in den Ortsvereinen gehört werden! Sie sind es, die durch ihren Beitrag den BDPh überhaupt am Leben halten.

Der Ressortleiter Ausstellungswesen des BDPh Herbert Kroog zeichnete den Ehrenvorsitzenden der Arge DDR-spezial Horst Geyermann mit dem FEPA Certificate of Appreciation aus.

Pausengespräch des Präsidenten Dieter Hartig mit R.Wysomirsky


 
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