Der amerikanische Bürgerkrieg - das Jahr 1861 - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Der amerikanische Bürgerkrieg - das Jahr 1861

Heft 36

- von Dr. Hans-Werner Meiners, Angermünde

Vor 150 Jahren begann in den Vereinigten Staaten von Amerika mit der Beschießung von Fort Sumter im Hafen von Charleston (South Carolina) ein Bürgerkrieg, der über 4 Jahre anhalten sollte. In diesem Artikel werden einige wichtige Fakten des Bürgerkriegs und der amerikanischen Postgeschichte dargestellt. Einge gezeigte Beleg und Marken entstammen nicht meiner eigenen Sammlung, dienen aber der Betrachtung der historischen Vorgänge und sind entsprechend gekennzeichnet.

Zu den Ursachen des Bürgerkriegs zählte neben der unterschiedlichen Auffassung der Nordstaaten und der Südstaaten zu den Fragen der Sklaverei auch die Haltung der Süd-staaten bezüglich der Rechte der Einzelstaaten gegenüber der Unionsregierung. Während die Nordstaaten die Sklaverei in ihren Territorien abgeschafft hatten und die weitere Ausbreitung der Sklaverei in neuen Bundesstaaten zu verhindern suchten, waren die Südstaaten gegen jegliche Einschränkung der Sklaverei. Schon eine Beschränkung der Sklavenhaltung in den bestehenden Einzelstaaten führte infolge der Erweiterung der Union um neue Staaten zu einem Machtverlust der Südstaaten in den gesetzgebenden Gremien. Damit wäre dann eine Verfassungsänderung möglich ge-worden, die die bestehende Garantie der Sklaverei abgeschafft hätte.
Ein wichtiger Streitpunkt ergab sich aus Sicht der Südstaaten, hinsichtlich der Bundes-verfassung und bestimmten Bundesgesetzen über eine gewisse Autonomie zu verfügen. So wie es im Ermessen jedes Territoriums lag, sich als Bundesstaat um die Aufnahme in die Union zu bewerben, sollte es auch in der Entscheidungsgewalt jedes Bundesstaates liegen, aus der Union wieder auszutreten. In den 1850er Jahren waren mehrere besonders südstaatenfreundliche Regierungen an der Macht, die unter anderem Gesetze hinsichtlich der Verfolgung flüchtiger Sklaven in den Nordstaaten und der unbedingten Auslieferung an ihre ehemaligen Besitzer beschlossen. Besonders diese Gesetze und deren Umsetzung im Norden bewirkten einen deutlichen Stimmungsumschwung zugunsten jener, die ein Verbot der Sklaverei wollten und Sklaven bei der Flucht in den Norden halfen - den Abolitionisten. 

Wie den Redner und Schriftsteller Frederlck Douglass, der, selbst ein ehemaliger Sklave, sich für die Befreiung der Sklaven in den Südstaaten und die Gleichberechtigung aller Bürger der Vereinigten Staaten (also auch der Frauen) in seinen Bücher und seinen viel beachteten Reden einsetzte.



Oder Harriet Tubman, die bekannteste aller Fluchthelferinnen.

Als dann bei der Wahl des Präsidenten am 6. November 1860 Abraham Lincoln, ein relativ unbekannter Kongressabgeordneter aus Illinois, die Mehrheit der Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen konnte, war für sechs Südstaaten (South Carolina, Georgia, Alabama, Florida, Mississipi, Lousiana) der Moment gekommen, um sich von der Union zu trennen. Der bis zur Amtseinführung Lincolns am 4. März 1861 amtierende Präsident James Buchanan war nicht zu energischen Maßnahmen zum Erhalt der Union bereit.
Daher traten die genannten Staaten endgültig aus der Union aus und gründeten am 4. Februar 1861 in Montgomery (Alabama) die Konföderierten Staaten von Amerika. Montgomery wurde zunächst auch zur Hauptstadt erklärt. Kurze Zeit darauf, noch vor der Amtseinführung Lincolns, trat auch Texas aus der Union aus und nur wenige Tage später den Konföderierten Staaten bei.





Am 9. Februar 1861 wurde Jefferson Davis aus Mississipi zum Präsidenten der Konföderierten Staaten gewählt und bereits am 18. Februar vereidigt. Diese Wahl wurde durch eine Abstimmung der weißen Bevölkerung der dann 11 Staaten am 6. November 1861 bestätigt. Am 22. Februar 1862 fand dann der offizielle Amtsantritt Jefferson Davis in der neuen Hauptstadt der Konföderierten Staaten Richmond (Virginia) statt. Jefferson Davis war ein Absolvent der Militärakademie von West Point und hatte Kampferfahrung im Krieg gegen Mexiko gesammelt. Für einige Jahre war er in den 1850er Jahren als Kriegmininister Mitglied der Bundesregierung.







Sowohl in der Union als auch in der Konföderation wurde mit sogenannten patriotischen Briefumschlägen der Hoffnung auf das Gelingen der eigenen Sache Ausdruck gegeben.

Brief aus Abingdon (Virgina) nach Glade Spring Depot (Virginia) vom 2. Mai 1861, noch mit einer 3 Cent Marke der USA frankiert. In der oberen rechten Ecke ist die Flagge der Konföderierten mit 7 Sternen aufgedruckt: Virgina trat am 7. Mai 1861 als 8. Staat der Konföderation bei. (David Feldman Auction)









Stadtbrief aus Wiliamsburg (New York) vom 3. Mai 1861 mit Darstellung der Unions-Flagge. Diese zieren 34 Sterne für die 33 Bundesstaaten und und den District Columbia (22. Felzmann Auktion)











Kurz nach der Staatsgündung begann die Regierung der Konföderierten Staaten sofort damit, das für besonders wichtig angesehene Postwesen unter ihre Kontrolle zu bringen. Bereits am 21. Februar 1861 wurde das Post Office Department (Postministerium) per Erlass durch Jefferson Davis gebildet. Zum Generalpostmeister wurde am 6.März 1861 der aus Texas stammende John Henninger Reagan ernannt, der diesen Posten bis zum Ende des Bürgerkriegs behielt. Das Department hatte seinen Sitz zunächst in Montgomery.

Um den notwendigen Postverkehr nicht zu unterbrechen, behielt man die existierenden Regelungen der Union bei. Allerdings wurden die Freimarken der Union sofort außer Kurs gesetzt. Da das Post Office Department aber infolge der nach der Beschießung von Fort Sumter einsetzenden Blockade der Südstaaten durch die Nordstaaten sowie nichtvorhandener Druckkapazitäten nicht in der Lage war, vor Oktober 1861 eigene Freimarken herauszugeben, wird diese Periode in der Postgeschichte der Konföderierten Staaten als "stampless period" (markenlose Zeit) bezeichnet.

Es wurden verschiedene Übergangsmaßnahmen durchgesetzt. Erstens wurde durch Verordnung des Generalpostmeisters die Barfrankierung eingeführt, wobei der Portobetrag direkt bei der Aufgabe des Briefes in bar zu entrichten war. Die Maßnahme, ein deutlicher Rückschritt, führte sowohl für die Postmeister als auch die Postkunden zu großen Unbequemlichkeiten. Daher verwendeten einige Postmeister Briefumschläge mit gestempelten Zahlungsvermerken, die im voraus durch die Kunden zu bezahlen waren und für die bei der Aufgabe keine weitere Zahlung zu leisten war. Andere Postmeister, besonders in größeren Städten, gaben eigene Wertzeichen in Analogie zu der Zeit 1844/45 vor der Ausgabe der ersten USA-Briefmarken heraus, um die Freimachung der Briefe kenntlich zu machen. Diese waren zwar nur auf dem Ausgabepostamt zu erhalten, aber innerhalb der gesamten Konföderierten Staaten gültig.

Brief aus Canton (Mississipi) nach New Orleans (Louisiana), frankiert mit voraus-
gestempeltem Zahlungsvermerk (Paid=bezahlt) von 5 Cent (8. Chr. Gärtner Auktion)


Brief aus New Orleans nach Paris vom 16.Juni 1861, mit einem senkrechten Paar der New Orleans-Postmeister-Provisorien
zu 5 C. braun, ehemals frankiert mit USA 3 C. und 12 C. Letzere wurden auf dem Transportweg abgerissen und später
an dieser Stelle ein "15" Cent-Taxstempel angebracht. Der Brief durchquerte das Bürgerkriegsgebiet und wurde dann
über Washington (7. Juli 1861) nach Boston (10. Juli 1861) geleitet. Anschließend wurde der Brief mit einem britischen
Schiff nach Frankreich befördert (roter Stempel "ETATS UNIS SERV.BRIT. CALAIS 24 JUIN 61"). Am 24.Juli 1861 kam der
Brief dann in Paris an. Für den Brief waren 80 Centimes ("8" decimes) Nachgebühr fällig, da die europäischen Staaten
eine Anerkennung der Konföderierten Staaten noch herauszögerten und somit weder die Postmeistermarken noch
die später erschienenen Marken der Konföderation als gültig anerkannten. Bei diesem Brief handelt es sich vermutlich
um den einzigen Beleg mit Aushilfsmarken nach einem transatlantischen Bestimmungsort. (18.Christoph Gärtner Auktion)


Dieser Brief vom 4. Mai 1861 aus Baton Rouge (Louisiana) nach Vernon (Missisippi)
ist mit einer Postmeister-Marke zu 5 Cent frankiert. (19. Christoph Gärtner Auktion)


Nach Gründung der Konföderierten Staaten übernahmen die Milizen der Südstaaten die vorhandenen militärischen Anlagen und Depots der Union bis auf wenige Ausnahmen. Eine davon war das in der Hafeneinfahrt von Charlestown (South Carolina) auf einer Insel gelegene Fort Sumter. Dessen Kommandeur Major Robert Anderson weigerte sich, das Fort an die Miliz South Carolinas ohne entsprechenden Befehl aus Washington zu übergeben. Da die Besatzung von Fort Sumter aber keine Nahrungsmittel und andere Versorgungsgüter aus Charlestown erhielt, wurde die Lage kritisch. In Washington war Präsident Lincoln immer noch bemüht, die Situation nicht eskalieren zu lassen oder gar den "ersten Schuß abzufeuern". Er stimmte schließlich einer Mission zu, die das Fort vom Meer aus mit Nahrung und Munition versorgen sollte.

Durch Sympatisanten in der Bundeshauptstadt erfuhren die Südstaaten vom Auslaufen dieser Flotte und beschlossen, ihrerseits zu handeln. Am 12. April 1861 eröffnete konföderierte Artillerie aus zahlreichen Kanonen das Feuer auf das Fort. Die schwache Besatzung von Fort Sumter konnte nur wenige Kanonen besetzen, um das Feuer zu erwidern. Nach 33-stündigem Beschuß mit über 4000 Kanonenkugeln und Granaten war Major Anderson am nächsten Tag aufgrund der Verluste und der im Fort ausgebrochenen Brände gezwungen, die Unionsflagge einzuziehen und das Fort an den Kommandeur der konföderierten Truppen, General Pierre Beauregard zu übergeben. Die Versorgungsflotte war nur eine Tagesreise entfernt und mußte unverrichteter Dinge abziehen.

Nach der Kapitulation der Besatzung von Fort Sumter beschloß Präsident Lincoln, die sofortige Aufstellung einer Armee von 75.000 Mann mit einer Dienstzeit von 3 Monaten, um eine Revolte niederzuschlagen, die "zu stark ist, um auf dem üblichen Gerichtswege unterdrückt zu werden". Als Reaktion auf die Mobilisierung in den Nordstaaten entschlossen sich 4 Staaten des "oberen Südens" (Virginia, North Carolina, Tennessee und Arkansas), die Union zu verlassen und sich der Konföderation anzuschließen. Diese hatten bislang noch die Entwicklung abgewartet und, wie im Falle Virginias, auf eine friedliche Lösung der bestehenden Differenzen zwischen der Union und der Konföderation gehofft. Durch den Abfall Virginias war die Hauptstadt der Union Washington nun direkt bedroht. Ein Lichtblick für die Union bestand in der Abspaltung der nordwestlichen Distrikte Virginias, in denen die Sklavenhaltung keine Rolle spielte, vom Bundesstaat Virginia und die Bildung des neuen Staates Westvirginia, der sofort um Aufnahme in die Union ersuchte. Interessanterweise wurde das Parlament Westvirginias von der Bundesregierung als das offizielle Parlament von ganz Virginia betrachtet. Das galt auch für die Virginia zustehenden Abgeordneten im Kongress und im Senat. Endgültig wurde Westvirginia 1864 als Bundesstaat in die Union aufgenommen, nachdem das Parlament von Westvirginia die Freilassung der vorhandenen Sklaven beschlossen hatte.

Nach dem Beitritt Virginias zur Konföderation wurde Richmond zur neuen Hauptstadt erklärt. Damit zogen alle Ministerien, einschließlich des Post Office Departments nach Richmond um. Richmond war nur 160 Kilometer von Washington entfernt, so daß sich die Unionsarmee entschloß, die Hauptstadt der Konföderierten im Handstreich zu nehmen. Unter dem Kommando von Irwin McDowell waren im Juli 1861 bei Washington 35.000 Mann zusammengezogen worden, die einen Flankenangriff auf die 20.000 Soldaten der Konföderierten unter General Beauregard ausführen sollten, die die Eisenbahnstation Manasses verteidigten und der Weg nach Richmond versperrten. Sowohl die Soldaten des Nordens als auch die des Südens hatten nur eine ungenügende Ausbildung erhalten, allerdings war die Motivation auf beiden Seiten sehr groß. Die Armee des Nordens hatte, allerdings einen großen Nachteil, da diese zum großen Teil aus den im April 1861 gemusterten Freiwilligen bestand, deren 90 Tage Dienstzeit im Juli auslief. So ist bekannt, dass ein Infanterieregiment und eine Artilleriebatterie am Vorabend der Schlacht von Bull Run nach Hause gingen. Am Morgen des 22. Juli 1861 versuchte McDowell durch einen Umfassungsangriff die konföderierten Truppen zu überraschen. Diese hatten sich am Südufer des Bull Run aufgestellt, um die Eisenbahnlinie zu schützen. Der Überraschungsangriff gelang auch, allerdings konnten die Konföderierten die Lage zunächst stabilisieren. Durch nachrückende Unionseinheiten wurde die Situation für die Südstaaten dann aber immer schwieriger.

Ein Problem dieser Schlacht bestand darin, dass keine der beiden Armeen über eine einheitliche Uniform verfügte. Außerdem waren die Fahnen beider Armeen einander sehr ähnlich (siehe die "patriotischen Umschläge" oben), so dass es relativ schwierig war, Freund und Feind zu unterscheiden. Erst nach der Schlacht entwarf dann Beauregard die noch heute als "Rebellenflagge" bekannte Fahne mit weißen Sternen in einem blauen Andreaskreuz auf rotem Grund als neues Feldzeichen der Südstaatenarmee.




Von entscheidender Bedeutung war der Kampf um den Henry House Hili, der unter anderen von einer Brigade unter dem General Thomas J. Jackson verteidigt wurde. Er bekam an diesem Tage seinen Beinamen "Stonewall" und die von ihm kommandierte Einheit wurde als "Stonewall-Brigade" bekannt. Die Entscheidung fiel, als 10.000 ausgeruhte konföderierte Soldaten unter General Joseph E. Johnston am Nachmittag mit der Eisenbahn aus dem Shenandoatal an der Bahnstation Manasses eintrafen und die erschöpften Unionssoldaten in die Flucht schlugen. Allerdings fehlte auch den siegreichen Konföderierten dann die Kraft, um die Truppen der Union zu verfolgen und das nur 30 Kilometer entfernte Washington elnzunehmen.

Der Oberkommandierende der Unionstruppen General Winfield C,Scott, ein Veteran der Kriege gegen die Briten 1812 und gegen Mexiko 1848, hatte als Strategie für die Niederschlagung der Sezession vorgeschlagen, die Küsten der Südstaaten von See her zu blockieren. Die Konföderation sollte so vom Handel mit Baumwolle, dem wichtigsten Exportgut des Südens, sowie der Zufuhr von Waffen und Munition abgeschnitten werden. Gleichzeitig sollte die Konföderation durch Eroberung des Mississipi-Tals in zwei Teile zerschnitten und somit die Kernstaaten der Konföderation auch von dieser Seite abgeschnürt werden. Der Plan trug den bezeichnenden Titel "Anaconda-Plan". Scott hatte nicht die Absicht, direkt gegen die Südstaaten militärisch vorzugehen, weil ein solches Vorgehen seinen Heimatstaat Virginia stark in Mitleidenschaft gezogen hätte. Die Durchführung der Seeblockade gestaltete sich im Jahr 1861 aber sehr schwierig, da weder genügend Schiffe noch die notwendigen Besatzungen vorhanden waren. Allerdings fiel es den Nordstaaten aufgrund ihrer industriellen Ressourcen leicht, rasch die notwendigen Schiffe zu bauen und mit gut ausgebildeten Besatzungen zu versehen.

Neben der Seeblockade gab es schon im Jahre 1861 erfolgreiche amphibische Landeoperationen zur Eroberung von wichtigen Hafenstädten (u.a. Port Royal) und von Befestigungen in den Meerengen (Insel Raonake). Doch die insgesamt zögerliche Haltung kostete General Scott letztendlich im November 1861 das Oberkommando der Unionstruppen. Es wurde an General George McClellan übergeben, der bereits am 25. Juli 1861 gleich nach der Niederlage McDowells bei Bull Run zunächst das Kommando über die Truppen in der Umgebung von Washington, der sogenannten Potomac-Armee erhalten hatte. Er verbrachte den Rest des Jahres und die ersten Monate des folgenden Jahres damit, diese Potomac-Armee auf den von ihm geplanten Feldzug des nächsten Jahres durch eine umfassende militärische Ausbildung und vorzügliche Ausrüstung vorzubereiten.

Nachdem das Post Office Department nach Richmond (Virginia) umgezogen war, begann es die Ausgabe eigener Freimarken für das Gebiet der Konföderierten Staaten voranzutreiben. Der ursprüngliche Plan des Generalpostmeisters John Henninger Reagan, diese Marken in dem anspruchsvollen Tiefdruckverfahren herzustellen zu lassen, schlug fehl, weil alle verfügbaren Druckkapazitäten mit der Herstellung von Banknoten für die Südstaaten ausgelastet waren. Daher wurden dann im Öktober 1861 die erstem Marken zu 5 und 10 Cents bei der Firma Hoyer & Ludwig in Richmond im Steindruck-Verfahren produziert.





Die Marke zu 5 c in Grün für das Inlandsporto bis 500 Meilen zeigt das Porträt des Präsidenten Jefferson Davis, die zu 10 c in Blau für das Porto über 500 Meilen das Porträt von Thomas Jefferson. Durch die Blockade der Südstaaten war es für die Druckerei nicht möglich, sowohl das Papier als auch die Farben für den Druck der Marken in stets der gleichen Qualität zu besorgen. Daher gibt es diverse Papier- und Farbvarianten dieser zwei Marken. Trotz aller Schwierigkeiten produzierte Hoyer & Ludwig bis zum April 1862 ca. 10 Millionen 5 c-Marken und 1 Million Marken zu 10 Cents.





Während auf den Schlachtfeldern des Ostens die Unionsarmee auf dem Rückzug war und sich auf den "großen Schlag" gegen die Hauptstadt der Konföderation Richmond im Jahr 1862 vorbereitete, gelang es den Unionstruppen im Westen nicht nur, den Vormarsch der Südstaaten-Armee nach Kentucky und Missouri zu verhindern, sondern es konnten sogar einige wichtige befestigte Plätze entlang des Mississipi in Tennessee erobert werden. Hier begann der Stern eines Mannes zu leuchten, der 1854 wegen angeblicher Trunksucht aus der Armee entlassen worden war und nun die Hoffnung der Nordstaaten auf einen Sieg in dieser Auseinandersetzung darstellte - General Ulysses S. Grant. (wird fortgesetzt)

Literatur:
James M.McPherson, "Für die Freiheit sterben", Anaconda Verlag Köln, 2008
H. von Rudolphi, Konföderierte Staaten in Handbuch der Briefmarkenkunde, 4.+5.Lieferung, 1940 


 
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