Ein Beleg aus meiner Autografen-Sammlung - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Ein Beleg aus meiner Autografen-Sammlung

Heft 36

- von Olaf Prüfer, Ulm

Der Text eines kleinen unscheinbaren Briefes vom Oktober 1903 aus München machte neugierig auf den Schreiber:
“Verehrtester Gönner!
Allerherzlichsten Dank für Ihr neues Werk was wir (meine Frau zuerst)
nun genießen werden.
Anliegend erlaube ich mir das Familienbildnis
welches vorgestern auf genommen wurde zu schicken.”
Grußfloskel
Franz von Lenbach

Wer war Franz von Lenbach?
Zum Glück gibt es heute die Internetplatform Wikipedia, die uns viele Antworten gibt – so auch in diesem Fall:
Franz Lenbach wurde 1836 in Schrobenhausen (Oberbayern) geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte.

Früh zog es ihn zur Malerei hin, aber er schloss 1851 eine Ausbildung an der Landshuter Gewerbeschule ab, die ihm offensichtlich Spaß gemacht haben muss, denn in seine Heimatstadt zurückgekehrt, half er seinem Vater beim Bau. Durch einen Bekannten der Familie ermuntert, erlernte er bei Anselm Sickinger das Bild-hauerhandwerk und wurde nach Beendigung seiner Lehre in München 1852 zum Maurergesellen freigesprochen.
Im gleichen Jahr wollte er seine Fähigkeiten im Malen an der polytechnischen Schule in Augsburg vervollkommnen, konnte jedoch dort nur wenig lernen und schloss den Kurs im Sommer 1853 ab. Noch im Herbst des selben Jahres stellte er ein Aufnahmegesuch an die Kgl. Bayrische Akademie der bildenden Künste, und erhielt am 7. Januar 1854 die Aufnahmebestätigung. Während seiner Studienzeit 1858 durfte er seinen Lehrer Karl von Piloty nach Rom begleiten. Diese Italienreise sollte von bleibenden Eindruck und Einfluss auf sein Werk werden. Er blieb in München ansässig und kam mit dem Kunstmäzen Graf von Schack in Verbindung.



Für ihn kopierte er berühmte Gemälde in den Galerien von Rom, Florenz und Madrid. Anfang der 70er Jahre arbeitete er in Wien und Rom. Als er 1886 heiratete, war er bereits berühmt. Er wurde zum Ritter Franz von Lenbach geschlagen. Mit vielen Auszeichnungen überhäuft, wurde ihm am 12. März 1898 die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt verliehen.
Nach längerem Leiden starb Franz von Lenbach am 4. Mai 1904 in München.
Welcher Glanz einst von diesem Namen ausging, ist heute schwer zu ermessen. So groß sein Ruhm zu Lebzeiten war, als der beliebteste Porträtist der Gründerzeit, so schnell vergaß ihn die Nachwelt. 


 
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