Sammeln für Bethel - das Hobby pflegen und zugleich etwas Gutes tun - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Sammeln für Bethel - das Hobby pflegen und zugleich etwas Gutes tun

2012

- von Winfried Schleicher

Seit 5 Jahren ist es in unserem Schwedter Briefmarken-Sammlerverein e.V. zur Tradition geworden, die Briefmarkenstelle der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld mit Briefmarken-Spenden von Mitgliedern des Vereins zu unterstützen. Das anfangs gestellte Ziel, 10.000 Briefmarken für Bethel zu sammeln, wurde inzwischen erreicht und überboten.
Viele Mitglieder unseres Vereins spendeten aus ihren Überbeständen Dubletten sowie Belege und Motivmarken aufgegebener Sammlungen. Ein großer Teil war Kiloware, also ausgeschnittene Briefmarken, die man schon mehrfach hat und nicht selbst benötigt.
Die Kleinigkeit, Briefmarken auszuschneiden und nach Bethel zu schicken, hat für die Tätigkeit der in Bethel lebenden Menschen mit Behinderungen eine große Bedeutung für deren Beschäftigung.
Jede Briefmarkenspende hilft mit, wertvolle Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu erhalten. Einhundertdreißig Behinderte können dadurch ein weitgehend normales Leben führen. Sie alle verdienen ihr eigenes Geld, haben Kontakte und Spaß am Arbeitsplatz, und was noch besonders wichtig ist, sie fühlen sich gebraucht.
Das Sortieren, ablösen und versenden der vielen Marken aus aller Welt sind anspruchsvolle Tätigkeiten. Vielleicht sind diese Arbeitsplätze auch deshalb für die behinderten Mitarbeiter so wichtig.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es für anfallkranke Menschen kaum Hilfe. Deshalb gründeten engagierte Christen 1867 in Bielefeld eine kleine Anstalt, deren Leitung später Pastor Friedrich von Bodelschwingh übernahm. Er gab ihr auch den Namen “Bethel”.
Heute sind die Bodelschwinghschen Anstalten der zweitgrößte Arbeitgeber in Bielefeld mit ca. 10.000 Arbeitnehmern, die in 24 Handwerks-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben (Bäckerei, Blumenladen, Buchhandlung, Elektrotechnische Werkstatt, Fleischerei, Forstwirtschaft, Fuhrgeschäft, Gärtnerei, Gas- und Wasserversorgung, Gebäudereinigung, Kfz-Werkstatt, Maler- und Maurergeschäft, Schlosserei mit Posaunenwerkstatt, orthopädische Schuhmacherei, Tiefbaubetrieb, Tischlerei, Wäscherei, Schneiderei, Zimmerei), einem Kaufhaus und in Läden beschäftigt sind.
Für die Betreuung der Kranken und hilfebedürftigen Menschen ist die Anstalt auf Spenden angewiesen – zu denen seit vielen Jahren auch die Briefmarkenspenden gehören. Zugleich stieg die Nachfrage von Sammlern nach gebrauchten Postwertzeichen. Da lag es nahe eine eigene Briefmarkenstelle ins Leben zu rufen.

Die Einrichtung der Bodelschwinghschen Anstalten ist heute bundesweit tätig. Täglich kommen rund 250 Pakete, Päckchen und Briefe mit Marken in der Briefmarkenstelle an. Bethel kann alle Briefmarken gut gebrauchen. Im “Haus Gottes“ so die Übersetzung des hebräischen Namens, wird das Gebot der Nächstenliebe umgesetzt.
Die Erlöse aus der Markenverwertung kommen der diakonischen Arbeit mit kranken und behinderten Menschen zu gute.
Die herzlichen Dankschreiben die uns von Pastor Ulrich Pohl erreichen, ermuntern uns, unsere Sammel- und Spendenaktion auch weiterhin fort zu führen.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."
(Erich Kästner)


Dankschreiben aus Bethel


... und eine Anzeige der Briefmarkenstelle Bethel in der DBZ.

Hier heißt es unter anderem: Die Ware ist gesichtet und nach den unten angegebenen Länder- und Produktbezeichnungen bearbeitet. Unberührte Kiloware können wir nicht anbieten!
Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass jede eingelieferte Spende fachmännisch unter die Lupe genommen und nach größtmöglicher Gewinn-Erwartung sortiert wird.

In diesem Sinne Dank all unseren Spendern für ihre Hilfsbereitschaft.


 
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