Nicht nur die STASI war neugierig - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Nicht nur die STASI war neugierig

Heft 37

- von Heinz Ihmann

Auch der Zoll in der (alten) Bundesrepublik trug seinen Teil “Postkrieg” bei:
Schon am 9. Juli 1951 gab es die Interzonenüberwachungs-Verordnung, die später durch das “Gesetz zur Überwachung strafrechtlicher und anderer Verbringungsverbote” abgelöst wurde. Beide ermöglichten den Hauptzollämtern die Öffnung der Post bei Verdacht, dass sie gegen die im Gesetz verankerten Prinzipirn verstoße.
Sind Belege, die aufgrund des Gesetzes vom Mai 1961 angehalten und geprüft wurden, noch relativ häufig zu finden, so trifft das umso weniger für solche zu, die der Interzonen-Überwachungsverordnung zum Opfer fielen.
Die Abbildung zeigt einen solchen frühen Beleg vom Juni 1952 aus Werdau in Sachsen, der von der Post in Tönning dem dortigen Zollamt vorgeführt wurde.


Anlass dafür dürfte vor allem die Verpackung gewesen sein: Die Absenderin nahm dafür (sicher aus Ermangelung eines anderen Umschlags passender Größe) einen alten Geldbriefumschlag für ihre Postsendung. Auch handelte es sich vermutlich um einen Brief mit philatelistisch Inhalt, denn wer sonst, als ein Philatelist verklebte drei Sondermarken mit Zuschlag – und noch dazu mit 6 Pfennig überfrankiert!



 
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