Als Polen auf Schlesien verzichtete - Der Vertrag von Trentschin - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Als Polen auf Schlesien verzichtete - Der Vertrag von Trentschin

Heft 37

- nach einer Info von Josef Drobny, Leverkusen

Nach lang andauernden Streitigkeiten zwischen Polen und Böhmen kam es am 24. August 1335 auf der Burg Trentschin (Trencin) des ungarischen Königs Karl von Anjou im Nordwesten der heutigen Slowakei, nahe der Grenzen zu Schlesien und Böhmen gelegen, zu einem Vertrag zwischen dem polnischen König Kasimir dem Großen und dem böhmischen König Johann von Luxemburg. Dabei verzichteten der Luxemburger Johann und sein Sohn Karl auf den polnischen Königstitel, den sie von den Premysliden geerbt hatten. Polens König Kasimir verzichtete im Gegenzug, einschließlich seiner erblich-dynastischen Rechte, “auf ewige Zeiten“ auf alle Ansprüche Polens auf Schlesien. Im November 1335 trafen sich dann im 40 km von Budapest entfernten Plintenburg (Visegrad) der Pole Kasimir der Große und Johann von Böhmen mit großem Gefolge beim gastgebenden ungarischen König Karl von Anjou zur Unterzeichnung des polnisch-böhmischen Vertrags von Trentschin. Am 22. November 1348 bekräftigten Kasimir und der böhmische König Karl IV. nochmals diesen Vertrag und 1372 bestätigte Kasimirs Nachfolger Ludwig I. als König von Polen den Verzichtsvertrag abermals in vollem Umfang. Die im Vertrag festgelegte schlesisch-polnische Grenze blieb bis zum Jahre 1945 weit-gehend bestehen.

Nach dem Tode König Ludwigs II. fiel mit Böhmen und Ungarn auch Schlesien an die Habsburger, bis Maria Theresia als Ergebnis der Schlesischen Kriege (1740-1763) den größten Teil Schlesiens an Preußen abtreten musste.


 
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