Pflanzenkenner und Briefmarkensammler - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Pflanzenkenner und Briefmarkensammler

Heft 37

- von Siegfried Alt

Unser Vereinsmitglied Siegfried Alt aus Prenzlau beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Pflanzenwelt unserer Heimat und hat auch sehr schöne Exponate gestaltet, wie “Pflanzen helfen heilen“ und “Heilpflanzen – Gift oder Segen“. Daneben stellt er seine Kenntnisse auch in Veröffentlichungen vor und fertigt sogar detaillierte Zeichnungen dazu. Ein Beispiel seiner Tätigkeit:

Die Rosskastanie
(Aesculus Hippocastanum L.)

Wegen seiner im Gegensatz zur Eßkastanie minderwertigen und für den menschlichen Genuß ungeeigneten Früchte wird der Baum Roßkastanie genannt. Andere Namen wie z. B. Wilde Kestene, Judekest, Säuekestene, Foppkastanie sind bekannt. Der Gattungsname Aesculus wurde von Peter Joseph Linne nach einer von den Römern als aesculus bezeichnete Eichenart gewählt.

Die bis zu 35 m hoch werdende Roßkastanie ist ein stattlicher, schattenspender Baum. Er hat eine gewölbte Krone mit überhängenden Zweigen. Jer Stamm ist mit starken, flach verlaufenden Wurzeln im Boden verankert. Die Borke ist bräunlichgrau und glatt. Im Alter reißt sie auf und wird grauschwarz. Sie blättert dünnschuppig ab.

Schon im Herbst fallen die dicken, kegelförmigen, klebrigen Knospen auf. Die Blätter stehen auf 20 cm langen Stielen und sind fünf bis siebenzählig gefingert. In den Nervenwinkeln sind die Blättchen drüsig behaart.
Die kerzen- oder eiförmigen, aufrechtstehenden Blütenstände haben zahlreiche Blüten. Es sind fünflappige Kelche und fünf 10 bis 15 mm lange, genagelte Kronenblätter, die am Grunde herzförmig sind. Der feinsamtige und stieldrüsig behaarte Fruchtknoten entwickelt sich zu einer kugligen gelbgrünen Kapsel, die einen Durchmesser von 6 cm erreicht.
Die Blütezeit ist von Mai bis Juni.
Vorkommen: Die Roßkastanie liebt humose und tiefgründige Böden und ist seit dem 16. Jahrhundert in fast ganz Europa verbreitet
Oft wird sie auch als Zierbaum angepflanzt.

Der Samen der Roßkastanie gewinnen immer mehr an Bedeutung für die Behandlung bestimmter Venen-Erkrankungen. Daraus hergestellte Präparate weden bei Thrombosen, Venenentzündungen, Krampfadern und bei Hämorrhoiden verordnet.
Die Saponinanteile der Droge zeigen bei unkontrollierter Einnahme Giftwirkung!


 
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