200 Jahre Völkerschlacht – 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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200 Jahre Völkerschlacht – 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal

Heft 39

- von Rolf Uhlig 

Der Oktober 2013 steht in Leipzig und in der Region ganz im Zeichen des Gedenkens, Feierns und Erlebens. 
Vom 16. bis 19. Oktober 1813 tobte um Leipzig die Völkerschlacht. Die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens errangen dabei den entscheidenden Sieg über Napoleon und dessen Alliierte auf deutschen Boden. Mit rund einer halben Million Soldaten und mehr als 110.000 Gefallenen wurde das Geschehen zur größten Schlacht des 19. Jahrhunderts. 
Im Jahre 1913 – genau 100 Jahre später – wurde in Leipzig das Völkerschlachtdenkmal fertiggestellt. Es wurde an der Stelle errichtet, an der die heftigsten Kämpfe stattfanden und die meisten Soldaten fielen. 
Das Denkmal, nach einem Entwurf von Bruno Schmitz im Süden Leipzigs auf einen 30 Meter hohen Erdhügel erbaut, ist 91 Meter hoch und aus Granitporphyr. Seine glockenförmige Kuppel, eine 60 Meter hohe Halle, zieren 4 riesige Sitzfiguren, welche von Franz Metzner und Christian Behrens gestaltet wurden. Der Bau dauerte 15 Jahre. Über 500 Stufen kann man die Plattform in 91 Meter Höhe erklimmen. Das Gewicht beläuft sich über 500.000 Tonnen und ist das größte deutsche Ruhmeszeichen an die entscheidende Schlacht.


Drei Armeen wurden aus den Truppen der Napoleon-Gegner gebildet. Die bömische Armee unter dem österreichischen General Schwarzenberg bestand aus 127.000 Österreichern, zu denen 82.000 Russen und 45.000 Preußen kamen. Die schlesische Armee unter dem preußischen General Blücher bestand aus 66.000 Russen sowie 38.000 Preußen. Die Nordarmee unter dem schwedischen Kronprinzen Bernadotte aus 73.000 Preußen, 29.000 Russen sowie 23.000 Schweden. Ein Reitergefecht bei Liebertwolkwitz am 14. Oktober leitete die großen Kämpfe ein. Aufgrund fehlerhafter Informationen zweifelte Napoleon an der Anwesenheit der ganzen Böhmischen und Schlesischen Armee, da er zum einen immer noch nicht an eine Beteiligung Österreichs glaubte und zum anderen die Schlesische Armee weiter im Norden vermutete. 

Am 15. Oktober positionierte Napoleon den größten Teil seiner Truppen südlich von Leipzig, von Connewitz und Markkleeberg an der Pleiße. Die Hauptmasse der Alliierten bildete die böhmische Armee unter Fürst Karl Philipp zu Schwarzenberg, die von Süden heranrückten und den Zaren Alexander I. von Russland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen begleiteten. 

Die Sieger von Leipzig


Napoleon hatte, eine Niederlage nicht einkalkulierend, für den Rückzug unzureichende Vorkehrungen getroffen, der dann stockend verlief, zumal nur eine Straße nach Weißenfels zur Verfügung stand. Nachdem am 19. Oktober der französische Rückzug erkannt wurde, begann man mit der Erstürmung Leipzigs. Napoleon konnte nur mit Mühe den Ranstädter Steinweg erreichen.  
Durch die Schlacht waren Napoleons Machtambitionen auf deutschem Gebiet endgültig gescheitert. Nur noch 100.000 Mann zogen sich mit ihm aus Deutschland zurück. 
Zu Jahresbeginn 1814 begann der alliierte Vorstoß nach Frankreich, der schließlich Napoleon stürzen sollte. 

1814 wurde in Leipzig ein Verein zur Feier des 19. Oktober gegründet. 1913 wurden das Völkerschlachtdenkmal und die Russische Gedächtniskirche zum Gedenken und als Mahnmal eingeweiht.










         Napoleons Flucht durch Leipzigs Straßen



 
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