Hitze-Probleme der preußischen Post im 19. Jahrhundert - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Hitze-Probleme der preußischen Post im 19. Jahrhundert

Heft 40

- von Dr. Hans-Werner Meiners, Angermünde

Der Sommer 2013 ist ein sehr warmer Sommer gewesen. Neben der Bahn hatte auch die Post Probleme mit den Temperaturen. Aber schon von 150 Jahre waren die Auswirkungen hoher Temperaturen auf das zu befördernde Postgut nicht unbekannt.
So erließ der preußische Generalpostmeister von Schaper im Jahre 1848 eine Verordnung, nach der bei versiegelten Briefen in Länder jenseits von Suez die Versiegelung nicht mit Siegellack, sondern durch Papieroblaten oder andere Materialien erfolgen sollte. Der Siegellack könnte unter den herrschenden Temperaturen schmelzen und dann unter Umständen mit anderem Postgut verkleben.

Ausschnitt aus dem Amtsblatt des königlichen Post-Departements Nr. 31 (1848)


Auch der Sommer 1864 muss ein warmer Sommer gewesen sein. Zu mindestens so warm, dass die Butter geschmolzen ist, die mit der Feldpost an die in Schleswig-Holstein und Dänemark stationierten Truppen geschickt wurde. Also wurden die Postbeamten durch eine General-Verfügung des General-Postamtes angewiesen, dass sie die Postkunden auf das Verbot der Versendung von Butter hinweisen sollten.

Ausschnitt aus dem Amtsblatt des königlichen Post-Departements Nr. 50 (1864)


 
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