250. Geburtstag von Johann Gottfried Schadow - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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250. Geburtstag von Johann Gottfried Schadow

Heft 41

- von Konrad Fischer

Johann Gottfried Schadow, am 20.5.1764 als Kind einer Schneiderfamilie in Berlin geboren, gilt als Hauptmeister der klassizistischen Plastik und Wegbereiter des Realismus in der deutschen Kunst. Schon früh wurde sein zeichnerisches Talent erkannt und seine Eltern ermöglichten ihm eine Bildhauerlehre. Nach einer zweijährigen Bildungsreise nach Wien und Rom kehrte er 1787 nach Berlin zurück. Hier wurde er bereits ein Jahr später zum Leiter der Hofbildhauerwerkstatt berufen. Es begann  eine schöpferische Phase, in der seine Hauptwerke entstanden: 1789 die Quadriga auf dem Brandenburger Tor mit dem Kopf der Wagenlenkerin als  Siegesgöttin Eirene (Victoria), 1795 die anmutige Marmorgruppe der Prinzessinnen Luise und Friederike, 1815/19 das Blücherdenkmal in Rostock und 1821 das Lutherdenkmal von Wittenberg.
König Friedrich Wilhelm II. ernannte Schadow zum Hofbildhauer und seit 1815 war er Direktor der Berliner Kunstakademie. Nach einer Augenoperation musste er die Bild-hauerei weitgehend aufgeben und widmete sich wieder dem Zeichnen.
Johann Gottfried Schadow wurde 85 Jahre alt und verstarb hochverehrt am 27.1.1850. in sener Heimatstadt. Er hinterließ etwa 400 Bildwerke und 2.200 Zeichnungen.
Anlässlich seines 250. Geburtstages gab die Deutsche Post AG nun am 8. Mai eine Sondermarke heraus mit der Abbildung eines 1804 enstandenem Aquarells, das zwei bürgerliche Berlinerinnen der “feinen Gesellschaft“ zeigt. 
Der Briefmarkensammler-Verein der Lutherstadt Wittenberg organisiert seit 2008 regelmäßig philatelistische Würdigungen von Persönlichkeiten der Reformationszeit. Deshalb nutzten sie die neue Schadow-Marke, das von ihm geschaffene Lutherdenkmal als Zudruck auf einem Sonderumschlag und im Stempelbild zu würdigen.


Das Denkmal auf dem Wittenberger Marktplatz war das erste öffentliche Standbild einer Person “nichtadligen Standes“ im deutschsprachigen Raum. Bis dahin waren Standbilder ausschließlich Königen, Fürsten und Feldherren vorbehalten.

Literatur:   

  • Meyers Neues Lexikon, Band 12 1975

  • Schöpfer der Quadriga, Dieter Heinrich in DBZ 10/2014


 
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