300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach - die Musikwelt ehrt einen großen Musiker - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach - die Musikwelt ehrt einen großen Musiker

Heft 41

- von Konrad Fischer

Er war der zweitgeborene Sohn von Johann Sebastian Bach und wurde am 8. März 1714 in Weimar geboren. Man nannte ihn auch den “Berliner“ oder "Hamburger“ Bach. 
Zunächst war er Schüler seines Vaters, besuchte die Thomasschule, studierte Jura in Leipzig und Frankfurt an der Oder. 1738 berief ihn der preußischen Kronprinz Friedrich nach Ruppin, und nach seiner Krönung als König nahm er ihn an seinen Berliner Hof mit. Hier wurde Carl Philipp Emanuel zum musikalisch führenden Kopf in dem kunstsinnigen Kreis um Prinzessin Anna Amalia und in den literarischen Zirkeln Berlins, denen auch zeitweise Lessing angehörte.
Er blieb bis 1767 am Hofe Friedrichs II. und folgte danach einem Ruf nach Hamburg. Hier wirkte er bis zu seinem Tode an 14.12.1799 als Nachfolger Georg Philipp Telemanns und als Musikdirektor der 5 Hauptkirchen Hamburgs. 
Auch hier stand er wieder inmitten des geistigen Lebens und er unterhielt freundschaftliche Beziehungen zum Dichterkreis um Klopstock, Matthias Claudius u.a.
Hier veranstaltete er als einer der Ersten öffentliche Konzerte, bei denen er als Pianist, Improvisator und Dirigent mitwirkte. 
Noch ein Wort zu seiner Zeit von 1734-1738 in Frankfurt (Oder):
Man vermutet, dass er sich von seinem Vater abnabeln wollte. Zum ersten MaI trat er in der Öffentlichkeit aus dem Schatten seines Vaters. Er organisierte Musikveranstal-tungen, gab Konzerte, musizierte und dirigierte. Man weiß heute, dass er in der ehem. Kirche des Franziskanerklosters aufgetreten ist. Diese Kirche wurde in den 1960-er Jahren zur Konzerthalle umfunktioniert, die 1970 den Namen "Carl-Philipp-Emanuel Bach" erhielt. 
Die Musikwissenschaft stuft ihn als eigentlichen Vermittler zwischen dem Zeitalter des Barock und der Klassik ein. Wolfgang Amadeus Mozart hat das so ausgedrückt: “Er ist der Vater, wie sind die Bub´n. Wer etwas Rechtes kann, hat von ihm gelernt.“

Plusbrief der DPAG anlässlich des 300. Geburtstages von Carl Philipp Emanuel Bach
Der Zudruck zeigt das "Flötenkonzert in Sanssouci“ von Adolf von Menzel


Literatur: 

  • H.Seeger: Musiklexikon in 2 Bdn. Bd.1, VEB Deutscher Verlag für Musik 1966 Leipzig


 
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