Geschichte des Skatspieles - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Geschichte des Skatspieles

Heft 41

- von Siegfried Bruntsch

Die Geschichte des Skatspiels begann Anfang des 19. Jahrhunderts in Thüringen. Um 1810-15 wurde es von der Brommeschen Tabakgesellschaft aus der Taufe gehoben. Anfangs gab es einen großen Wirrwarr um die Regeln, was dazu führte, das 1886 der erste Skatkongress stattfand, der die “Allgemeine deutsche Skatordnung“ verab-schiedete. In der Folge gab es bisher 30 Kongresse.
Auf dem ersten Kongress nach dem zweiten Weltkrieg wurde der in Altenburg/Thüringen ansässige Präsident Erich Fuchs in seinem Amt bestätigt. 1953 verließ er die DDR und Bielefeld wurde neuer Sitz des “Deutschen Skatverbandes“. In Altenburg wurde 1963 ein “Skataktiv“ als Ersatz des Skatgerichtes gebildet.
In unregelmäßigen Abständen wurden Skatkongresse durchgeführt, die sich mit den angefallenen Problemen beschäftigten, Die Bundespost gab 1986 aus Anlass “100 Jahre Deutsche Skatkongresse“ eine Sondermarke (Mi.-Nr. 1293) heraus.





Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 schloss sich der DDR-Skatverband wieder dem Deutschen Skatverband an. Im Jahr 2005 wurde die Geschäftsstelle in Bielefeld geschlossen und nach dem historischen Stammsitz Altenburg verlegt. 
2005 erfolgte anlässlich “200 Jahre Skat“ von der Deutschen Post AG wieder die Ausgabe einer Sondermarke (Mi.-Nr. 3030).





Auch der private Postdienstleister LVZ Leipzig würdigte mit attraktiven Ausgaben und Darstellungen alter sächsischer Skat-Karten das 200-Jahre alte Spiel.



Auch die Sparkasse Altenburg ließ bei einem ortsansässigen privaten Briefdienstleister einen Sonderblock anlässlich der “Erfindung“ des Skatspiels vor 200 Jahren in ihrer Stadt fertigen, auf dem eine alte Skatabrechnung dargestellt ist.


Trotz vielfältiger neuer Formen von Unterhaltungsspielen hat der Skat nichts an seiner Zugkraft eingebüsst.  In Deutschland hat er bei den Kartenspielen klar die Vorhand.
Anspruchsvolles Regelwerk gilt grundsätzlich bei Skatturnieren. Am Stammtisch gibt es immer wieder, teils regional verschiedene Abweichungen, die dann oft zu Streitigkeiten, Ärger und Diskussionen führen.
Im Zweifelsfall kann und wird das 1927 gegründete Skatgericht in Altenburg angerufen. Da sich das Skatspiel über den deutschen Sprachraum hinaus, überall hin wo Menschen deutscher Abstammung leben, rund um den Erdball verbreitet hat, kommen auch aus allen Kontinenten Anfragen.
Sieben skatgewaltige Herren führen eine Entscheidung zur jeweiligen Anfrage herbei, die stets einstimmig erfolgen muss. 
Ein Skatspiel umfasst 32 Blatt. Im Laufe der Geschichte haben sich die Bilder der Karten sehr oft geändert. In der DDR wurden 1961 die vier Buben auf Sondermarken (Mi.-Nr. 1298-1301) abgebildet.

Skat ist für die Spieler nie langweilig. Es gibt 2.753.294.408.504.640 (2,75 Trillionen) Varianten für die Verteilung der 32 Karten. Um die vorstehende Zahl etwas verständlicher zu machen: eine Skatrunde von 3 Spielern müsste bei einer Dauer von 3 Minuten pro Spiel pausenlos 15,7 Milliarden Jahre mischen, geben, reizen und spielen!


 
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