Einheit sichtbar machen - Staatsbezeichnung DEUTSCHLAND auf Briefmarken - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Einheit sichtbar machen - Staatsbezeichnung DEUTSCHLAND auf Briefmarken

Heft 42

Unter diesem Titel war ein sehenswerte Exponat der Offenen Klasse in der SCHWEDT-14 ausgestellt, zu dem es Interessantes zu berichten gib. Der Aussteller, Bruno Nachtigal aus Langenselbold, gehörte zu den ersten, der nach der deutschen Wiedervereinigung forderte, dass künftig die deutschen Briefmarken auch den Namen des nun einheitlichen Landes tragen sollten. Schon am 8. Dezember 1990 erschien im Hanauer Anzeiger ein Bericht unter obiger Überschrift von ihm, in dem er meinte: “Die Bezeichnung Deutsche Bundespost kennzeichnet schließlich nur eine Behörde, die Briefmarken heraus gibt. Von alle anderen Deutschland umgebenden Länder tragen die Postwertzeichen auch den Staatsnamen oder die Landesbezeichnung.“ 
Nach Diskussionen mit seinen Sammlerfreunden stellte sein Verein, die Langenselbolder “Briefmarkenfreunde Kinzigtal e.V.“ Anfang 1991 auf ihrem LV-Tag in Fulda offiziell den Antrag auf die Namensänderung. Dr. Jäger wies darauf hin, dies könne erst erfolgen, wenn endgültig entschieden sei, wie unser vereintes Deutschland künftig bezeichnet wird. Nach mehrerem Hin und Her ergab eine Anfrage im März 1992, der Antrag werde noch geprüft. 
Am 9.4.1992 hatte dann der damalige Bundespostminister Dr. Schwarz-Schilling verfügt, dass ab 1993 die Kurzform “Deutschland“ die bisherige Inschrift “Deutsche Bundespost“ auf Briefmarken ablösen soll. In einer Pressemeldung vom 9.04.1992 heißt es dazu: 
“Ab 01.01.1993 wird die Deutsche Einheit auch auf den Briefmarken sichtbar, wenn all Marken, die neu herausgegeben werden, die Bezeichnung “Deutschland“ tragen.“ 
Mit Schreiben vom 23.07.1992 wurde Herrn Nachtigal jedoch vom Bundesministerium für Post und Telekommunikation mitgeteilt: “In vorbezeichneter Angelegenheit kann ich Ihnen mitteilen, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Hinblick auf die Erörterung der Verfassungseform eine Entscheidung über die Angabe der Staatsbezeichnung auf Postwertzeichen nicht möglich ist. Eine Änderung der Bezeichnung ist deshalb auf absehbare Zeit nicht realisierbar.“. 
Es gab also Bedenken von höchsten Regierungsstellen in Bonn. 

In Beantwortung einer Anfrage teilte das Bundesministerium des Inneren am 02.02.1994 mit, dass es immer noch damit zusammenhängende Fragen zwischen den beteiligten Ressorts innerhalb der Bundesregierung gäbe. 

Schließlich erhielt Sammlerfreund Nachtigal am 02.02,1995 ein Schreiben des seit 21.01.1993 (bis 31.12.1997) amtierenden Bundesministers für Post und Telekommunikation Dr. Wolfgang Bötsch mit der Mitteilung, dass auf Beschluss des Bundeskabinetts “zukünftig auf den Sonderpostwertzeichen der Bundesrepublik Deutschland die Staatsbezeichnung (Kurzbezeichnung) “Deutschland“ verwendet wird.“ 
Aufgrund notwendiger technischer Vorlaufzeiten könne die Angabe der Kurzbezeichnung “Deutschland“ erstmalig im April 1995 anlässlich des Sonderpostwertzeichens “750 Jahre Freie Reichsstadt Regensburg“ erfolgen. 

Ersttagsbrief “DEUTSCHLAND“ auf Postwertzeichen 


 
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