Basis-Wissen: Über die Perforation der Briefmarken - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Basis-Wissen: Über die Perforation der Briefmarken

Heft 43

- von Wolfgang Ehrhardt  

Wenn man uns Briefmarkensammler schon scherzhaft-spöttisch als "Zackenzähler" bezeichnet, sollten wir auch über die "Zacken" oder Zähne unserer Sammelobjekte Bescheid wissen.
Nachdem die ersten Briefmarken noch aus den Druckbögen ausgeschnitten werden mussten, bevor sie auf die Postsendung geklebt werden konnten, gab es verschiedene Versuche für eine bessere Trennung der einzelnen Marken. Heute hat sich allgemein die mit Hohlnadeln angefertigte Perforation durchgesetzt, die die Zähnung der Briefmarken entstehen lässt.

Bei der Zähnung wird zwischen drei Arten unterschieden:
Linien-, Kamm- oder Kastenzähnung.

Bei der Linien-Zähnung wird zuerst jede waagerechte und dann jede senkrechte Bahn perforiert. Dadurch ergeben sich an den Markenecken unterschiedliche Loch- und Zähnungsabstände.

links erster, rechts zweiter Zähnungsgang
Bei der Kamm-Zähnung entstehen in einem Arbeitsgang eine Zahnreihe oben und an beiden Seiten.

Kamm- und Doppelkamm-Zähnung
Bei der Kasten-Zähnung (oder auch Bogenzähnung genannt) wird der ganze Bogen auf einmal gezähnt.

Die Zähnungslöcher und ihre Abstände voneinander sind bei den Marken sehr verschieden. Markenarten mit mehr als einer Zähnung haben verschiedene Katalog-Nummern und unterschiedliche Preise. Zur Bestimmung dient ein Zähnungsschlüssel, der die Anzahl der Löcher auf 20 mm Länge angibt. Die abgebildeten Punktreihen entsprechenden den Zähnungsgrößen. Man hält nur die Briefmarke an die Reihe, wo die Punkte genau in die Zähnungslöcher passen und hat so die Zähnung festgestellt. Ist bei der Zähnung z.B. 14½:14 angegeben, bedeutet dies, das waagerecht 14½ und senkrecht 14 gezähnt ist.


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü