Helgoland - eine Insel mit wechselvoller Geschichte - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Helgoland - eine Insel mit wechselvoller Geschichte

Heft 45

- von Eckhard Baumunk

Die 40 km vor der Elbmündung gelagerte Felseninsel mit der östlich gelegenen Düneninsel wurde bereits im sechsten Jahrhundert n. Chr. von Friesen bewohnt, wobei auch geschichtliche Nachweise vorliegen sollen, wonach selbst Römer und Phönizier hier ansässig gewesen seien sollen. Im 13. und 14. Jahrhundert diente Helgoland den Seeräubern als Versteck und Unterschlupf. Auch der allseits bekannte Freibeuter Claus Störtebeker war hier Stammgast und wurde auf der Insel 1402 von Hamburgern, die die Insel eroberten, festgenommen. I7l2 ging die Insel durch Erbfolge in dänischen Besitz über. 100 Jahre später besetzte Großbritannien Helgoland. Langsam entwickelte sich der Fremdenverkehr und immer mehr Gäste nutzten den Inselstrand zum Baden, sodass 1826 das erste öffentliche Bad eingeweiht wurde.

Schon um 1900 warben Ansichtskarten für den Fremdenverkehr

Auch Hoffmann von Fallersleben war auf Helgoland zu Gast und schrieb dort im Jahre 1841 das "Deutschlandlied", das später nach der Musik von Hayden Deutschlands Nationalhymne wurde.






Zwischenzeitlich (1720) hatte die Nordsee ihre Kräfte spielen lassen und die Düneninsel von Helgoland getrennt, sodass heute zwei Inseln der Elbmündung vorgelagert sind.

Oft hört man, dass Deutschland Sansibar eingetauscht habe, um dafür Helgoland wiederzuerhalten. Man beruft sich dabei auf den "Vertrag über die Kolonien und Helgoland" vom 1. Juli 1890 und sagt zu diesem einfach "Helgoland-Sansibar-Vertrag". Dies ist ein Märchen, denn Sansibar war nie eine deutsche Kolonie und demzufolge auch kein mögliches Täuschobjekt.
Der bereits abgedankte Reichskanzler Bismarck war es, der seinem Nachfolger Leo von Caprivi nicht wohl gesonnen war und in der Presse eine falsche Vertragsinterpretation verbreiteten lies. Fakt ist, Helgoland gehört seit 125 Jahren wieder zu Deutschland - auch wenn es nach dem 2. Weltkrieg bis 1952 von britischen Truppen besetzt war und als Bombodrom genutzt wurde.





Neben mehreren Briefmarken und
Sonder-Stempeln erschienen auch
eine Reihe Souvenir-Umschläge zu
Ehren der kleinen Felseninsel.

 
 




 
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