Auktionsergebnisse und Nachprüfungen - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Auktionsergebnisse und Nachprüfungen

Heft 45

- von Harry Lüdcke, Angermünde

Wenn man Geld für Briefmarken ausgibt, hier zwei Beispiele aus Auktionen, sollte man die Tricks und Tücken des philatelistischen Marktes beachten. Auch bei geprüften Markten ist es nach Erhalt und evtl. Zweifeln wichtig mit dem Auktionshaus eine Nachprüfung zu vereinbaren.
Bei einer von durch den Sachverständigen Herrn Paul geprüften Marke stellte er fest:
"Mi. 339 b, gestempelt Güstrow ..., nur die Marke selbst ist echt, Stempel und Prüfzeichen Weigelt BPP und weitere Signierung sämtlich falsch (aufkopiert), das Prüfstück wurde falsch geprüft."







Bei einer anderen Auktion wurden mehre geprüfte Sätze "Polarfahrt" und eine "Südamerikafahrt" erworben:




Auch hier ergab die Nachprüfung von A. Schlegel:
Stempel falsch, Prüfzeichen Peschl falsch. (siehe Abbildungen)
 
Beides ist offensichtlicher Betrug, der besonders bei der 1. genannten Marke hervor sticht.

Hier wurde aus einer ehemals postfrischen Marke im Katalogwert von 13,00 € durch die Fälschung ein Katalogwert von 2000,00 € gezaubert. Dazu kommt der Seltenheitswert. Etwas billiger angeboten, entsteht ein satter Gewinn für den Betrüger!

Beide Auktionshäuser erkannten die Nachprüfungen an.

Unser Schatzmeister schrieb mir u.a. im Geburtstagsgruß: "Nimm dir aber auch Zeit zum Nachdenken, Träumen und Lachen - und sei gewiss, nicht jede Briefmarke ist gefälscht". Und er hat Recht.

Trotzdem sollten höherwertige Sammlerstücke (immer) einem Prüfer vorgelegt und bereits geprüft erworbene, sofern man kein Vergleichsstück hat, ggf. hinterfragt werden.
In der "philatelie" Ausgabe 468, Seite 65 nannte Prüferpräsident Geigle ein Beispiel zu fehlerhaften Stücken. Mancher Kunde möchte vom Prüfer dann auf eine Beschreibung der Fehler im Attest oder Befund verzichten und stattdessen nur eine Signatur auf dem Beleg haben.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Enthalten solche Wünsche nicht auch List und Tücken. Auf jeden Fall sollten Hinweise im Katalog und in der Literatur ständig beachtet werden.
Wer achtet zum Beispiel auf den Hinweis zum DDR Satz "Köpfe 2"Mi.-Nr. 327 bis 341, der besagt: "Alle Preise über 5 € gelten nur für einwandfreie Stücke mit sauberen Abstempelungen und aktueller (BPP) Prüfung.

Fazit: "Hätte ich nicht nachgedacht, sondern geträumt wäre mir eventuell später das Lachen vergangen".

 
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