Tauschkontrollzettel der DDR - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Tauschkontrollzettel der DDR

Heft 47

- Heinz Ihmann, Tönning

Schon kurz nach Erscheinen meines Artikels über die Sonder-Einschreibzettel (Selbstbucher) der Tauschkontrollstellen im Bezirk Kar!-Marx-Stadt, von Aschersleben und Görlitz im Heft 36 erhielt ich einige Anfragen zum Thema. Die sich allerdings meist nicht auf die Einschreibzettel bezogen, sondern das in meinem Artikel nur am Rande erwähnte Gebiet der grünen Tausch-Kontrollzettel betraf. Es scheinen sich doch viele Sammler mit diesen für den Auslandstausch geschaffenen Zettelchen zu befassen - was erklärlich ist, denn ohne diese Kontrollzettel war kein offizieller Tausch möglich! Zu Auslandstausch-Belegen in DDR-Sammlungen gehören sie einfach dazu.
Die Einführung dieser TKZ geschah, als im März 1954 der Auslandstausch mit Briefmarken und philatelistischen Belegen erlaubt wurde. Das Regelungsverfahren wurde in die Hände der Sektion Philatelie des Deutschen Kulturbundes gegeben. Nach Vorlage des Tauschmaterials durch den Sammler erfolgte die Prüfung des Wertes (nach Lipsia!) und die Vergabe eines Tauschkontrollzettels in doppelter Ausfertigung. Ein Teil des TKZ wurde für die Tausch-Rücksendung mit dem Tauschmaterial verschickt, der andere zierte zusätzlich mit dem R-Zettel den Brief auf dem Hinweg.
Hier nun eine Aufstellung der bisher von mir gefundenen Formen dieser TKZ. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll eine Diskussionsgrundlage sein. Ergänzungen und Anfragen dazu werden gerne von mir bearbeitet. Um die verschiedenen Ausführungen in eine gewisse Ordnung zu bringen, habe ich sie in die vier verschiedenen Formen gelistet und jeweils die Daten hinzugefügt:

Ausführung 1:

Grüner Rahmen und schwarzer Text; diese TKZ wurden bis zum 30. Oktober 1956 auf die Vorderseite der Briefe geklebt; auch die Tauschsendung aus dem Ausland wurde vorderseitig damit versehen.
Danach erfolgte ein Platzwechsel, ab 1. November wurden sie auf die Rückseite der Brief verbannt.
Der Grund dafür war eine Eingabe der Schweizer Post: Die Verwechslung mit dem Einschreibzettel sei gegeben und beschränke dadurch den Postverkehr. Vorderseitig erhielten die TKZ den Stempel des Aufgab-postamtes, das soll auch bei der Rücksendung geschehen sein - aber Belege dieser Art sind nicht zu finden. Seit die TKZ auf der Rückseite aufgeklebt wurden, sind Poststempel darauf die Ausnahme.

 

 
 


Die Ausführung mit dem schwarz gedruckten Text ist bis ca. 1965 zu belegen, die Rahmenfarbe schwankt von gelbgrün über grün bis dunkelgrün. Die Zähnung ist oben wie unten 12½.
Ausführung 2:

Die Farbe des Textes wurde danach der Umrandung angeglichen, der Text ZKPH wurde übernommen. Es finden sich die Zähnungen 12½ und 9½ jeweils oben wie unten.
Belege dieser Auführung lassen sich bis etwa 1969/70 feststellen. Die Entwertung durch die Tauschkontrollstellen erfolgte speziell in dieser Zeit farblich recht unterschiedlich (rot, grün, blau).


Ausführung 3:

In sattem Grün präsentiert sich diese Ausführung, doch der Text hat sich geändert. Er heißt jetzt "Phil. DDR" (übereinander stehend).
Ab Ende 1970 ist diese Form des TKZ belegt, es sind kaum Belege davon zu finden, eher ein paar abgelöste Zettel. Als Zähnung wurde bisher nur 9½ gefunden.


Ausführung 4:

Danach wurde der Text "Tauschsendung Philatelistenverb. d. DDR". Hier schwanken Zähnung und Farbe sehr. Es wurden Mischzähnungen 9½:12, 9½:11, 10:9½, 12:9½ und 12½ gefunden. Von bläulichgrün über grün bis gelblichgrün sind Druckfarben verwendet worden.








 
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