100. Todestag von Emil von Behring (1854-1917) - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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100. Todestag von Emil von Behring (1854-1917)

Heft 47

- von Dr. Manfred Mengel, Leverkusen

Am 31. März 1917 starb der erste Nobelpreisträger für Medizin, Emil von Behring an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde als Emil Adolf Behring am 15. März 1854 in Handorf Kreis Rosenburg in Westpreußen (heute das polnische Lawice) als Sohn eines Dorfschullehrers geboren. Er hatte 12 Geschwister und Halbgeschwister, und nur ein Stipendium des preußischen Staates ermöglichte dem Hochbegabten das Abitur.
Ein Medizinstudium konnte er dadurch aufnehmen, dass er eine achtjährige militärische Dienstverpflichtung einging. 1878 erwarb er mit 24 Jahren den Doktorgrad. 1880 erhielt er die Approbation als Arzt und war danach als Militärarzt tätig. Als Stabsarzt am pharmakologischen Institut der Universität Bonn erwarb er besondere Kenntnisse in der Seuchenmedizin und Hygiene. In dieser Tätigkeit gelangte er zu der Erkenntnis, dass Infektionskrankheiten nicht mit körperfremden Chemikalien zu bekämpfen seien, sondern dass der Körper selbst in der Lage ist, Gegengifte zu produzieren.
Robert Koch wurde auf ihn aufmerksam und Behring wechselte 1889 an dessen Institut für Infektionskrankheiten nach Berlin über.

Brief vom I. G. Werk Leverkusen, der mit zwei Porträt-Marken Emil von Behrings (Mi.-Nr. 760),
frankiert wurde, die anlässlich "50 Jahre Diphterie-Serum" am 26.11.1940 erschienen.

Gemeinsam mit dem Japaner Kitasato und dem Immunologen Paul Ehrlich geIang 1894 die Entwicklung eines Diphtherie-Heilserums, welches in den Farbwerken Hoechst produziert wurde. Die Heilungsrate lag bei diesem Serum auf Anhieb bei 75% und rettete vornehmlich Kindern das Leben.
Nach kurzer Tätigkeit an der Universität in Halle berief ihn der preußische Staat als Ordinarius für Hygiene an die Universität Marburg.

Pluskarte mit Abbildung des Geehrten und passendem Sonderstempel
zur Verleihung des ersten Nobel-Preises für Medizin an Emil von Behring vor 100 Jahren

1901 erhielt Behring als Erster den Nobelpreis für Medizin. Mit dem Preisgeld in Höhe von 2 Millionen Reichsmark und staatlichen Geldern gründete er 1904 in Marburg das Behring-Werk, in dem er Seren und Impfstoffe gegen die verschiedensten Infektionskrankheiten herstellte. 1914 erfolgte die Umwandlung in die "Behringwerke GmbH". Ein Serum gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) rettete vielen Soldaten im I. Weltkrieg das Leben.
Vom deutschen Kaiser wurde er für seine Verdienste in den erblichen Adelsstand erhoben.
63-jährig, verstarb er am 31. März 1917 in Marburg/Lahn.
Die Philatelie ehrte ihn mehrfach mit Markenausgaben und Sonderstempeln.


Brief von der "Rhein-Ruhr-Posta" aus Leverkusen nach Schwedt,
der an den 100. Todestag Emil von Behrings erinnert.  


 
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