Spirex 2017 - eine Rang-3-Briefmarkenausstellung mit Jugendklasse und Martin Luther-Sonderschau in Speyer - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Spirex 2017 - eine Rang-3-Briefmarkenausstellung mit Jugendklasse und Martin Luther-Sonderschau in Speyer

2017

- von Wolfgang Dampmann

Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des BSV Speyer e.V. richtete der Verein vom 30.9. bis 2.10. 2017 eine Rang 3-Ausstellung aus. ln einer fast einjährigen Vorbereitungsphase ist dem Veranstalter eine Ausstellung gelungen, die insbesondere postgeschichtliche und thematische Bezüge in den Exponaten hat sichtbar werden lassen.

Medaille für die Ausstellung

Der Schirmherr der Veranstaltung, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner, hob in seinem Grußwort insbesondere die so umfangreiche Martin Luther Sammlung hervor, weil die Reformation die Geschichte in vielerlei Hinsicht beeinflusst hat.
Die Ministerpräsidentin, Malu Dreyer (Rheinland Pfalz) und die Oberbürgermeisterin Monika Kabs (Speyer) richteten lobende Grußworte an die Ausstellung und deren lnitiatoren.

Die Organisatoren hatten zwei schöne Erinnerungsumschläge zur Ausstellung aufgelegt.















Die Sonderstempel zeigen einmal Martin Luther beim Anschlagen seiner Thesen und würdigten ihr 110-jähriges Vereinsjubiläum.















Die Ausstellung, zu deren Begrüßung allen Teilnehmern ein Cocktail gereicht wurde, war von herrlichem Herbstwetter begleitet. Das bewog die Menschen, sich an der Natur zu erfreuen bzw. eine Schiffstour auf dem Rhein zu genießen. Diese Möglichkeit haben meine Frau und ich auch in vollen Zügen genossen. Nach einer Tour auf dem Rhein und einer Stadtbesichtigung ging es in den Ratskeller von Speyer.

Ein Beisammensein in gemütlicher Runde mit gutem Essen, der Verlesung des Jury-Berichtes und der Bekanntgabe der Ergebnisse (18x Gold, 18x Vermeil und 2x Silber) verliehen dem Abend eine besondere Note. Herr Janssen (Vorsitzender des BSV Speyer) und sein Team haben in mühevoller Arbeit eine tolle Ausstellung auf die Beine gestellt. 5 Ländersammlungen, 10 Sammlungen zur Postgeschichte, 12 thematische und 13 Jugend-Sammlungen sowie 4 Ansichtskartenexponate wurden auf 217 Rahmen zur Schau gestellt.
lch hatte mich mit meinem Exponat "Polnische Gutshöfe" an der Ausstellung beteiligt und wurde dafür von der Jury mit Vermeil bedacht.

Wie heißt es doch so schön: Jeder Sammler sollte genau das Zusammentragen, was ihn interessiert und wie er es mag. Dabei sollten Spaß und Freude im Vordergrund stehen. Niemand kann ihm vorschreiben, was und wie er sammeln soll. Wie der "Alte Fritz" schon sagte: "Jeder nach seiner Fasson". Für mein Exponat hieß das: Zu viele bunte Ansichtskarten von Gutshäusern! - So das Reglement. Jury und Aussteller fanden keinen einheitlichen Nenner. Auf ein Neues!

"Ach, was wäre das so schön, 
einmal in den Keller geh'n 
und in den verstaubten Ecken
so´ne Kiste zu entdecken. 
Rappel voll mit solchen Sachen, 
die dem Sammler Freude machen.
Frühe Briefe und Vorphilaltelie Schätze,
 Schwarze Einser, Sachsen-Dreier,
ja, das wäre mal ne Feier.
Und ganz unten drin, zum Schluss 
die Blaue Mauritius."

Ja, selbst Speyer wurde mit fünf Wertzeichen gut bedacht. Es gab ja auch noch Drucke, die nicht verausgabt wurden. Hier zwei Abbildungen von unverausgabten Marken Bayerns.

 
 
Der Dom zu Speyer und der Trifels auf nicht verausgabten Marken

lch beuge mich dem Diktat, aber verbiegen werde ich mich nicht. Ob das Reglement für thematische Sammlungen in jedem Fall noch zeitgemäß ist, darüber befinden nicht die Betrachter aus dem Publikum. Was bleibt ist die Hoffnung: Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, wie es ausgeht (Vaclaw Havel). Es war ein weiter Weg bis Speyer und dennoch waren es schöne Tage, auch philatelistisch! Leben ist Veränderung. Deshalb sage ich: Sei gut zu dir, und vergib den anderen.

Der Weg führt nach Bernau im Juni 2018.

 
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