150 Jahre Norddeutscher Bund - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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150 Jahre Norddeutscher Bund

Heft-48

- von Konrad Fischer

Der Norddeutsche Bund vereinte von 1866 bis 1871 alle deutschen Staaten nördlich der Mainlinie unter preußischer Führung. Die Grundlage dafür war der sog. Deutsche Krieg, in dem Preußen Österreich vernichtend schlug und praktisch aus dem Deutschen Reich ver-drängte. Der preußische König Wilhelm I. als Oberhaupt des Bundes ernannte seinen pr. Ministerpräsidenten Otto von Bismarck zum Bundeskanzler.
Zur Rhein-Ruhr-Poste 2017 erschienen Sonderumschläge und -Stempel zur Erinnerung an den Norddeutschen Bund.

Der Zudruck auf dem oberen Brief zeigt die Bevollmächtigten der 22 deutschen Kleinstaaten, die sich zum Norddeutschen Bund zusammen schlossen.

Auf dem unteren Umschlag und dem Sonderstempel ist der Norddeutsche Bund in in seinen Grenzen dargestellt.

Nach der Verfassung vom 1. Juli 1867 war der Norddeutsche Bund der erste föderative deutsche Bundesstaat und die von Bismarck ausgearbeitete Verfassung entsprach bereits weitgehend der des Kaiserreichs von 1871: Einem vom Volk gewählten Reichstag stand ein Bundesrat gegenüber, der die Regierungen der Mitgliedsstaaten vertrat. Zur Verabschiedung von Gesetzen mussten beide zustimmen. Oberhaupt des Bundes war der preußische König als Inhaber des Bundespräsidiums. Verantwortlicher Minister war der Bundeskanzler. Der konservative preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck war der erste und einzige Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes.
Bismarck, der heute oft als der Nationalheld dargestellt wird, war in erster Linie ein preußischer Politiker, der sich mit dem endgültigen Hinausdrängen Österreichs für die kleindeutsche Lösung entschied.
Die Postverwaltung wurde unter dem Namen Norddeutscher Postbezirk als einheitliche Staatsverkehrsanstalt dem Berlner Generalpostamt unterstellt. Mit dem 31.12.1867 wurden alle Marken der nun im Norddeutschen Bund vereinten Länder ungültig und am 1.1.1868 erschienen erste eigene NDP-Briefmarken. Diese gab es in 2 unterschiedlichen Währungen: für den nördichen Landesteil galt die Taler/Groschen-Währung (1 Taler = 30 Groschen) und ür den südlichen Teil die Gulden/Kreuzer-Währung (1 Gulden = 60 Kreuzer).


 
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