Briefe etwas genauer betrachtet - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Briefe etwas genauer betrachtet

Heft-50

- von Günter Schäfer, Vierraden

Bei der Durchsicht von Briefumschlägen können interessante Beobachtungen gemacht werden, die ich an 4 Beispielen darzustellen versuchen möchte:

1. Von der Deutschen Post wurde u.a. das Porto für Büchersendungen bis 500 Gramm am 01.06.2018 von 1,00 € auf 1,20 € angehoben.
Anfang Juli erhielt ich diese Büchersendung mit Stempel vom 29.06.2018 und dem ausgewiesenen Porto von 1,00 €!

Der 29. Juni war ein Freitag und die Portoerhöhung erfolgte am Sonntag, den 1. Juli. Damit handelt es sich fast um einen “Letzttagsbrief“, denn am dazwischen liegenden Sonnabend konnte nur noch mit dem alten Portosatz frankiert werden. Da der Absender etwa 4.000 Büchersendungen an seine Vereinsmitglieder zu versenden hatte, kann man hier von einem echten Portoschnäppchen für den Verein sprechen.

2. Im Juli 2018 bekam ich völlig überraschend den Brief von einem chinesischen Funkamateur aus Wuhan/China mit einer QSL-Karte als Bestätigung für eine Funk-verbindung QSO vom Februar 2017. Ich hatte dem Operator Liu (BD6RN) damals auf gut Glück meine QSL-Karte via der DARC e.V. QSL-Vermittlung zugeschickt, obwohl in den persönlichen Daten von BD6RN nur eine direkte Vermittlung unter Beilage des Rückportos in Form von Dollar möglich war.

Interessant an dem Brief ist, dass ein Firmenkuvert verwendet wurde und die chinesische Empfänger-Anschrift einfach durchgestrichen wurde.

3. Beim Sichten von Firmenpost entdeckte ich einen Brief mit der 10-Pfemmig-Marke “Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr“ (Mi.-Nr. 1954) aus dem Jahre 1997 neben der 60-Cent-Freimarke Blumen “Kaiserkrone“ (Mi.-Nr. 3043) aus dem Jahr 2013 frankiert und ohne Beanstandung befördert. wurde. Da beide Marken ohne Angabe der Währung ausgegeben wurden, ergab sich ein Portosatz von 70 (Cent). Welcher Stempelmaschine fällt diese Spätverwendung schon auf?


4. Bei eBay wurde ein Schmuckanhänger angeboten, mit dem Zusatz: “portofrei und ohne Zollgebühren“.
Der Anhänger wurde für 3,50 € ersteigert und auch angebotsmäßig geliefert. Für den Verkäufer aus Thailand wurde es jedoch ein Verlustgeschäft! Denn neben den Portokosten kamen noch die Zollgebühren von 6,80 € hinzu.

Frankiert ist der Brief mit 15 2-Bath-Marken (= 30 Bath Brief- und Einschreibgebühr) mit dem Bildnis von König Buhmibol (Mi-Nr.2964)

Abgestempelt wurde er am 20.11.2017 internationaler, und am 20.11.1960 nach  thailändischer Zeitrechnung, die vom Tag der Inthronisation des Königs zählt. Derartige doppelte Zeitrechnungen sind in asiatischen Ländern/Monarchien üblich.

Die Beispiele zeigen, dass auch der eigene Briefkasten interessante Belege liefern kann, und nicht nur der 1-Euro-Messekarton.


 
 
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