Nicht übliche Briefpostsendungen - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

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Nicht übliche Briefpostsendungen

Heft-51

- von Günter Schäfer

Die Einlieferungsbedingungen für Briefsendungen (Brief, Drucksache, Postkarte usw.) sind in den Postordnungen eines jeden Landes festgelegt.
So wird für Deutschland unter www.deutschepost.de u.a. ausgesagt, dass:
„Briefe und POSTKARTEN müssen grundsätzlich eine Rechteckform haben. POSTKARTEN und STANDARDBRIEFE müssen so beschaffen sein, dass sie sich maschinell verarbeiten lassen. Dabei muss die Länge mindestens das 1,4-fache der Breite betragen“
In einem sehr interessanten Vortrag von Herrn Peter Fischer zum Thema: „Russische Feldpost“ wurde geschildert, dass die Feldpostbriefe der russischen Soldaten eine Dreiecksform hatten, die durch eine ganz spezielle Faltung eines DIN A4-Blattes entstehen. Bei dieser Sendungsart werden die sonst üblichen Briefumschläge eingespart. Auf der einen Seite des Blattes stand der Brieftext und nach der Faltung wurde dann der Dreiecksbrief wie ein normaler Briefumschlag mit Anschrift und Absenderangabe beschriftet.
Angeregt durch diesen Vortrag und unabhängig von den Vorgaben der Deutschen Post zur Form von Briefen und Postkarten haben wir im Verein den Versuch unternommen sog. Dreiecksbriefe zu versenden. Es wurde davon ausgegangen, dass durch die Fluoreszenz der Briefmarken das Briefstück automatisch der Stempelanlage zugeführt wird. Bei der Anschrift wurde bewusst auf eine Absenderangabe verzichtet, um einen „Versendungsdruck“ zu erzeugen.

Der erste Brief (Bild 1) wurde mit einer 70 Cent-Marke frankiert und kam beim Empfänger mit einem „nachträglich entwertet“-Stempel und einem Zusatz „85“ an. Es wurde vermutet, dass das ein Hinweis auf eine Unterfrankierung war. Die Post kann auch die Beförderung nicht oder unzureichend freigemachter Sendungen ablehnen. Es würde sich in diesem Falle um den sog. Freimachungszwang handeln.

Bild 1: Erster Versuch mit einer 70-cent-Marke

Daraufhin wurde der nächste Dreiecksbrief mit einer Frankatur von 85 Cent versehen (Bild 2). Dieser Brief, mit einem Briefzentrum-Stempel versehen, erreichte dann den Empfänger.

Bild 2: Versuch mit 85 cent

Die Beispiele zeigen, dass abweichend von den Forderungen der Deutschen Post auch andere Briefstücke vielleicht aus Kulanz versendet werden, die jedoch von uns Philatelisten nicht überstrapaziert werden sollte


 
 
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