Heft 42 - Schwedter Briefmarkensammler-Verein

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Heft 42

Vereinshefte



SCHWEDT-14 - die 20. Ausstellung seit der deutschen Wiedervereinigung in Schwedt 


Der 1. Weltkrieg – Ursachen und Ausbruch (Eckhard Baumunk)

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Welt hinsichtlich möglicher Kolonien weitestgehend aufgeteilt. Die Großmächte hatten weite Teile Afrikas und Asiens besetzt und zu ihrem wirtschaftlichen und politischem Einflussgebiet gemacht. Deutschland hatte bei der Weltaufteilung, im Zeitalter des Imperialismus, keine großen Erfolge vorzuweisen, denn Bismarck war trotz des Druckes expansionistischer Kräfte dabei sehr zurückhaltend. Erst 1897 wurde ein Wandel in der deutschen Außenpolitik sichtbar, als erstmals offiziell von einem notwendigen “Platz an der Sonne" gesprochen wurde. Mehr...

Aus der Geschichte der Telegrafie 

Sich miteinander zu verständigen ist eines der ältesten Bedürfnisse des Menschen. Waren es anfangs nur Gesten, Laute und dann die Sprache, kamen später schriftliche Nachrichten, aber auch Laut- und Lichtsignale dazu. Schon der griechische Tragödiendichter Aischylos schrieb um 458 v. Chr. in seiner Orestaia, das Agamemnon durch Fackelzeichen seiner Frau Klytaimnestra den Fall Trojas mitgeteilt habe - was sicher ins Reich der Fabel gehört. Aber auf der Trajan-Säule in Rom aus dem Jahre 114 n. Chr. zeugt die Darstellung eines Wachturmes mit brennender Fackel von dieser Form der Nachrichtenübertragung. Damit konnten, ebenso wie mit “Buschtrommeln“, nur einfache und vorher abgesprochene Signale weiter gegeben werden. Die zuverlässige und sichere Übermittlung wichtiger Nachrichten lag jahrhundertelang in den Händen von Boten – was zugleich die Entwicklung des Postwesens bestimmte. Zwar gab es immer wieder Versuche, Nachrichten über weite Entfernungen zu übermitteln, doch erst 1790 gelang es dem Franzosen Claude Chappè einen zuverlässigen optisch-mechanischen Telegrafen zu entwickeln. In mehreren seit 1794 in Frankreich errichteten Telegrafenlinien bewährte sich dieses Prinzip, nach dem auch bald in Schweden, Dänemark und England optische Telegrafenlinien entstanden. In Preußen, das durch den Wiener Kongress 1815 große Gebiete am Rhein und in Westfalen bekommen hatte, bestand zunächst kein Interesse an einer Beschleunigung der Nachrichtenübermittlung. Es gab zwar auch hier verschiedene Vorschläge oder sogar Versuche, die jedoch alle als nicht erforderlich erschienen. Erst die von Napoleon erfolgreich eingesetzte “Feld-Telegrafie“ weckte das Interesse auch preußischer Militärs, denen die geringe Reisegeschwindigkeit berittener Boten zunehmend weniger befriedigte.

Die optische Telegrafie in Preußen (Wolfgang Ehrhard)

Im Dezember 1830 wandte sich der Geheime Postrat Dr. Carl Philipp Heinrich Pistor mit einer Denkschrift über “Die Anlegung telegraphischer Linien innerhalb der Königlichen Staaten“ an den Minister für Auswärtige Angelegenheiten und an den König direkt. Darin heißt es unter anderem, dass besonders in den volks- und gewerbereichsten Rhein-
Provinzen das Bedürfnis einer raschen Communikation nach der Hauptstadt bestehe, andererseits das dortige Leben es erfordere, rasch einzugreifen, wie alle Regierungen es müssen. Pistor schlug eine von ihm verbesserte Bauart des in England eingesetzten Telegrafen mit mehreren untereinander angebrachten Flügelpaaren vor. Mehr...

Die Entwicklung der elektrischen Telegraphie in Preußen 1849 bis 1867 (Dr. Hans-Werner Meiners)

Die elektrische oder besser elektromagnetische Telegraphie in Preußen nahm ihren Anfang im Jahre 1840, als der Direktor des Königlich preußischen Telegraphenkorps Oberstleutnant O'Etzel dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. einen selbst konstruierten Telegrafenapparat vorstellte. O'Etzel erhielt daraufhin den Auftrag, eine Telegrafenlinie zwischen Berlin und Potsdam auf der Basis dieses Apparates zu konstruieren. Im August 1846 wurde diese erste elektrische Telegrafenlinie zwischen Berlin und Potsdam mit einer Länge von 26,5 km parallel zu der existierenden optischen Telegrafenlinie eingeweiht. Diese oberirdische Telegrafenlinie erwies sich als so zuverlässig, dass die optische Linie von Potsdam nach Berlin 1853 endgültig eingestellt wurde. Mehr...

Die Geschichte des Fernsprechers (Günter Schäfer)

Mit dem Gedanken der elektrischen Sprachübertragung beschäftigten sich im 19. Jahrhundert verschiedene Forscher. Jedoch erst Philipp Reis gelang der entscheidende Durchbruch. Reis befasste sich nach seiner Schulentlassung mit Naturwissenschaften und Mathematik. Nach einer Pädagogikausbildung übernahm er 1858 am Ganierschen Institut in Friedrichsdorf bei Bad Homburg eine Lehrerstelle. In seiner freien Zeit erfand er einen Apparat, mit dem er die Funktionen der Gehörwerkzeuge veranschaulichen und Töne verschiedener Art reproduzieren konnte. Reis nannte diesen Apparat “Telefon“. Von 1861 bis 1864 führte er in verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen sein Telefon vor, dass er in dieser Zeit ständig weiter verbessert hatte. Mehr...

Einheit sichtbar machen - Staatsbezeichnung DEUTSCHLAND auf Briefmarken (Wolfgang Ehrhardt)

Unter diesem Titel war ein sehenswerte Exponat der Offenen Klasse in der SCHWEDT-14 ausgestellt, zu dem es Interessantes zu berichten gib. Der Aussteller, Bruno Nachtigal aus Langenselbold, gehörte zu den ersten, der nach der deutschen Wiedervereinigung forderte, dass künftig die deutschen Briefmarken auch den Namen des nun einheitlichen Landes tragen sollten. Schon am 8. Dezember 1990 erschien im Hanauer Anzeiger ein Bericht unter obiger Überschrift von ihm, in dem er meinte: “Die Bezeichnung Deutsche Bundespost kennzeichnet schließlich nur eine Behörde, die Briefmarken heraus gibt. Von alle anderen Deutschland umgebenden Länder tragen die 
Postwertzeichen auch den Staatsnamen oder die Landesbezeichnung.“ Mehr...

Recherchen zu preußischen Telegraphenmarken (Siegfried Grempe)

Telegraphenmarken - wer kennt sie schon, wer sammelt sie noch? 
Seit diese Wertzeichen ehemals selbständiger Telegraphenverwaltungen nur noch in Spezialkatalogen aufgeführt werden, sind sie dem Gros der Sammler noch weniger beachtenswert. Wegen der Seltenheit vieler Stücke bekommt man im normalen Tauschverkehr kaum jemals solche Marken zu Gesicht, und auch auf Auktionen werden sie nur sporadisch angeboten. Mehr...

Wir sind Weltmeister! (Dr. Hans-Werner Meiners)

Am 13. Juli 2014 kurz vor Mitternacht stand es fest: Nach 24 Jahren war die deutsche Nationalmannschaft wieder Weltmeister im Fußball. Keine 12 Stunden später war auch schon bekannt, dass die Deutsche Post AG zu diesem besonderen Anlass am 17. Juli 2014 eine Sonderbriefmarke herausgeben wird. Für den Ersttag wurden zusätzlich 2 
Sonderstempel aufgelegt. Mehr...

Postwertzeichen stets in die rechte obere Ecke der Anschriftenseite kleben! (Heinz Ihmann)

Kürzlich bekam ich einige Briefe mit diesem interessanten Nebenstempel, der mir bisher nicht bekannt war und Fragen 
aufwirft: 
Wem diente dieser Nebenstempel? Mehr...

Mecklenburg-Salon vom 1. bis 31. Oktober 2014 in Neubrandenburg (Konrad Fischer) 

Unter dem Begriff "SALON" versteht man landläufig ein etwas anrüchiges Etablissement, in welchem nur betuchte Snobs verkehren. Dem ist aber in der Philatelie nicht so. Das Reglement des BDPh zur Vergabe des Titels "SALON" besagt folgendes: Den Titel BDPh-Salon können nur philatelistische Ausstellungen ohne Wettbewerb tragen, die folgende Voraussetzungen erfüllen : Mehr...

Neues zur “Blechdosenpost“ TIN CAN MAIL (Wolfgang Ehrhardt) 

Unlängst erhielt ich eine interessante Zuschrift von Sammlerfreund Konrad Dittert aus Bielefeld bezüglich des Berichts über die Blechdosenpost im Heft 31, die er in unserer Webseite fand. 
Herr Dittert schrieb: “Ich habe 1954 als Schüler in einer Jugendzeitschrift einen Bericht über “Die seltsamste Postverbindung der Welt“ gelesen und anschließend aus Neugier einen Brief nach Tonga geschrieben. Zu meiner völligen Überraschung habe ich Antwort erhalten. Der Brief muss wochenlang unterwegs gewesen sein, denn er kam völlig ramponiert bei mir an.“ Mehr...

100 Jahre Panamakanal (Dr. Hans-Werner Meiners)

Am 7. August 2014 gab die Deutsche Post zum 100. Jahrestag der Eröffnung des Panama-Kanals eine Sonderganzsache heraus, auf der den Kanal durchquerende Schiffe und die Abbildung einer historischen Ansichtskarte von 1914 mit dem Verlauf des Kanals wiedergegeben sind. Ein schöner Anlass-Stempel mit der Inschrift “Pro Mundi Beneficio“ (Zum Nutzen der Welt) vervollständigt die Ausgabe. Mehr...

Der amerikanische Bürgerkrieg – das Jahr 1864 (Dr. Hans-Werner Meiners, Angermünde)

Wegen seiner Erfolge im Westen wurde General Ulysses S. Grant im Frühjahr 1864 zum Oberbefehlshaber der gesamten Truppen der Nordstaaten ernannt und kam nach dem Osten, um dort bei der Potomac-Armee sein Hauptquartier aufzuschlagen. Das Kommando über die Einheiten im Westen wurde General Sherman übertragen. Grant sicherte sich die strategische Führung, überließ aber Meade (den Sieger von Gettysburg) das Kommando über die Potomac-Armee. Als Sheridan dann noch das Kommando über die Kavallerie übernahm, waren die besten Generäle des Nordens in führenden Kommandos und die Tage der Konföderation schienen gezählt. Mehr...



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü